Wir sind die Guten.: Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren: Mathias Broeckers, Paul Schreyer
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Wir sind die Guten.: Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren: Mathias Broeckers, Paul Schreyer

Bei Amazon.de erhältlich: Wir sind die Guten.: Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren, Mathias Broeckers, Paul Schreyer, Westend, ISBN: 9783864890802: Schnelle und versandkostenfreie Lieferung ✓

Pressestimmen

,Das packend geschriebene, gut mit Belegen unterfütterte Buch füllt eine Leerstelle, die die westlichen Medien offengelassen haben.‘‘ Wiener Zeitung
„Bröckers und Schreyer haben das richtige Buch zum passenden Zeitpunkt verfasst. [.] Der Dissens zwischen Bevölkerungsmeinung und Medienmeinung war nie so groß wie 2014.“ Richard Zietz, Der Freitag
„Das Buch hat eine wichtige Botschaft: Es geht nicht darum, ob die Guten im Westen und die Bösen im Osten leben. Es geht darum, dass sich Europa überlegen muss, ob es in seiner Außenpolitik nicht andere Interessen verfolgen muss als die Amerikaner – und dass Krieg – egal gegen wen – nur das allerletzte Mittel der Politik sein darf.“ Brigitte Baetz, Deutschlandfunk „Andruck“
„Die Autoren beschreiben nachvollziehbar wie durch Zuckerbrot und Peitsche handzahme Journalisten herangezogen, gefüttert, am Tropf gehalten und mit Ruhm versehen werden – der jederzeit wieder entzogen werden kann.“ Neues Deutschland
„Ein lautstarker Appell an die Werte einer offenen Gesellschaft und [.] für verantwortungsvolle Politik.“ Patric Seibel, NDR
„Das gut recherchierte und stilistisch elegante Buch ist zweifellos eine Provokation.“ Ulrich Teusch,
SWR2
„Ein sehr feines Buch.“ Friedrich Küppersbusch, Pro Bono TV
„Eine Polemik gegen die Behandlung des Ukraine-Konflikts in den deutschen Medien. Dieser [ ] Aufschrei gegen die herrschende Heuchelei ist der stärkste Teil des ganzen Buches.“ Reinhard Lauterbach, Junge Welt

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Mathias Bröckers war Redakteur der taz, Kolumnist der ZEIT und der WOCHE und veröffentlichte zahlreiche Bücher. Seine Werke »Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf« (1993) und »Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.« (2002) wurden internationale Bestseller.

Paul Schreyer, geboren 1977, ist freier Journalist u.a. für die Magazine „Telepolis“ und „Global Research“. Sein letztes Buch „Faktencheck 9/11“ wurde in Fachkreisen mit großem Interesse aufgenommen. — Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

11 Antworten

  1. Geschenk sagt:

    Wer vorsichtig äußert, dass er oder sie den ein oder anderen außen- und wirtschaftspolitischen Schachzug Russlands beziehungsweise Putins nachvollziehen könne, sieht sich meist mit dem Attribut „Putinversteher“ gebrandmarkt, auch wenn laut Bröckers und Schreyer ein erheblicher Prozentsatz der Deutschen in Umfragen die Objektivität der medialen Berichterstattung anzweifelt. Vermutlich nicht offen, weil man ihnen dann das Unwort „Lügenpresse“ in den Mund legten würde. Die Autoren möchten keineswegs eine Lanze für Putin und sein Russland brechen, das sie durchaus nicht als eine Demokratie westlicher Lesart ansehen. Es geht ihnen jedoch darum, aufzuzeigen, dass die zurzeit von den westlichen Medien vorgenommene Schwarz-Weiß-Malerei ohne jeden Grauton schlicht Zusammenhänge unter den Tisch kehrt, die zum Verständnis der Vorgänge im Nahen und Mittleren Osten essentiell sind. Wenn wirtschaftliche Interessen Russlands jenen der Saudis und ihres engen Verbündeten USA zuwiderlaufen und ein Assad sich an seine Verträge mit Russland hält, werden Assad und Russland einseitig zu Dämonen hochstilisiert. Damit machen es sich, so der Tenor des Buchs, die „Hüter“ der Deutungshoheit ein bisschen zu einfach. Bröckers und Schreyer gehen vor allem detailliert auf den Ukraine-Konflikt einschließlich der komplexen Historie ein, Krim inklusive. Sie zeigen, dass sich der Vorwurf, Putin habe die Krim mal eben geraubt, so nicht halten lässt – und dass der vorgeblich demokratische Umsturz in der Ukraine, aus dem dann der Bürgerkrieg in der Ostukraine resultierte, keineswegs hauptsächlich von demokratischen Kräften der Ukraine vorgenommen wurde, sondern wesentlich mithilfe der USA. Dass Putins autoritärer Führungsstil auch damit zu tun haben könnte, dass die Russen selbst wohl den Ausverkauf ihrer Rohstoffquellen an amerikanische Firmen unter Putins Vorgänger Jelzin (der in mehr als einer Hinsicht kein so nüchterner Machtmensch war wie Putin) und die enorme Macht der sich bereichernden Oligarchen satt hatten, findet sich in den westlichen Medien jedenfalls nicht, dafür in Bröckers‘ und Schreyers Buch. Er wirkt aber, wenn man sich den Zusammenbruch der Sowjetunion um 1990 und seine fatalen Auswirkungen auf die Bevölkerung vor Augen hält, durchaus plausibel. Auch für Leser, die sich nicht auf das Niveau der „Lügenpresse“-Schreier begeben möchten, dürften die Hinweise auf die Stiftungen und Netzwerke interessant sein, in denen die führenden Journalisten der bedeutenden Zeitungen Deutschlands organisiert sind. Einiges an der Medienlandschaft verwundert nach der Lektüre weniger. Allerdings scheint nun bei Erscheinen der Taschenbuchausgabe, Anfang 2016, etwas mehr Vielfalt Einzug gehalten zu haben – nach wie vor allerdings dann nicht, wenn es um Putin geht. Es gibt recht viel starken Tobak in diesem Buch; das ist den Autoren offensichtlich auch bewusst, daher belegen sie ihre Aussagen, nicht zuletzt jene zu dem über der Ukraine abgeschossenen zivilen Flugzeug MH17, mit seriösen Quellen. Der Schreibstil ist klar, angenehm und bestens verständlich, die Argumentation stets nachvollziehbar. Nicht jeder Leser wird mit jeder im Buch vorgenommenen Interpretation eines Geschehens oder Verhaltens komplett einverstanden sein, zumindest aber ermutigt es zu einer differenzierten Sichtweise, konsequentem Hinterfragen und der Nutzung von Informationsquellen über die gewohnten Medien hinaus.

  2. Geschenk sagt:

    Den Interessierten unter uns ist längst aufgefallen,das die Medien hier zu Lande uns für dumm verkaufen.Das Buch hat die Lücken gefüllt.Alle leben weiter als ob nichts wäre.Inzwischen haben wir aber den 3. Weltkrieg vor der Tür.Dieses Buch öffnet uns die Augen auf die Ereignisse in der Ukraine und Europa und beantwortet die Fragen,die die unsere Medien geschickt verschleiern.Warum machen sie das?Wer hat sie gekauft ?Warum schämen sie sich nicht dafür?Wie geht es weiter ?Sehr interessant und spannend geschrieben.Ich konnte das Buch bis 4 Uhr früh nicht aus der Hand legen. Für alle sehr zu empfehlen und ich bedanke mich bei den Autoren für die Aktualität,gute Recherche und,viele interessante Details.

  3. Geschenk sagt:

    Es war der 20. Februar 2014 an dem in Kiew Blut floss – nicht zum ersten Mal im Rahmen der Euromaidan-Bewegung. Neu war allerdings die qualitative und quantitative Dimension der Gewalt: über 50 Tote durch Scharfschützen. In den westlichen Medien stand der Schuldige sofort fest: Viktor Janukowitsch, der (leider) demokratisch gewählte Präsident der Ukraine. Seinen Spezialeinheiten – den Berkut – war dieser Ausbruch der Gewalt absolut zuzutrauen, berichtete der Westen doch schon seit Wochen über die Abscheulichkeiten dieser Elitetruppe. Das schon unmittelbar nach den Vorgängen vom 20. Februar auch tote Polizisten gemeldet wurden, tat der Berichterstattung keinen Abbruch. Im Gegenteil: der kritische Beobachter ahnte bereits was folgen würde. Eine Phase hektischer Aktionen – genannt ‚Regime Change‘ – und eine Welle der Gewalt im Land. Eines stand dabei ebenfalls fest: die Vorgänge des 20. Februar sollten niemals hinterfragt werden, sondern als normative Kraft des Faktischen die Situation in der Ukraine über Nacht radikal ändern und zementieren. Besser als die Berichterstattung über die sogenannte ‚Krim-Krise‘ konnte man diese Vorhersage nicht bestätigen: Putin stand im Rampenlicht. Und sein Handeln auf der Krim. Der Putsch in Kiew – als solcher durch seine verifizierte Unrechtmäßigkeit erkennbar – spielte keine Rolle, hätte dies doch die argumentative Basis des Westens im Konflikt mit Russland unhaltbar gemacht. Von einer löblichen Ausnahme abgesehen (ARD-Magazin ‚Monitor‘ am 10.04.2014) spielten die Umstände des Putsches von Kiew nie wieder eine Rolle in den Leitmedien. Derweil rumorte es in Teilen der deutschen Gesellschaft. Zeitungen und Fernsehsender wurden massiv für ihre Berichterstattung kritisiert, während man im Internet regen Austausch mit Informationen über die Situation in der Ukraine betrieb. In vielen Städten gingen Menschen montags Abend auf die Straße um gegen den Krieg der Worte zu protestieren. All diese Entwicklungen dauern an und werden uns noch intensiv beschäftigen. Mathias Bröckers und Paul Schreyer haben die Ereignisse des Frühjahr und Sommer 2014 dokumentiert und in Buchform gebracht. Dabei wird die Geschichte der Ukraine kurz dargestellt, Bezug genommen auf die geopolitische Situation und die Problematik der russischen Gaslieferungen in und durch das Nachbarland. Der unvermeidliche Zbigniew Brzezinski kommt natürlich zur Sprache, allerdings nicht ohne den Verweis auf Vordenker wie Halford Mackinder. Die Full Spectrum Dominance wird ins Spiel gebracht und die Frage gestellt: Sind friedliche Entwicklung und Koexistenz überhaupt mit dem imperialen Kurs der USA vereinbar? Wir erfahren die Hintergründe der charmanten Victoria Nuland und begreifen die enorme Bedeutung, die solch erlesene Treffs wie der Atlantic Council auf den Lauf der Dinge in dieser Welt haben. Und wer weiß schon so genau, dass der gern als Schokoladen-König titulierte Poroschenko einen Großteil seines Geldes als Rüstungsunternehmer verdient? Sicherlich sind dem interessierten Beobachter viele Fakten aus der aktuellen Diskussion (gemeint ist beispielsweise das Konglomerat relevanter Seiten im Internet: Nachdenkseiten, telepolis, Junge Welt, Ken FM, Compact etc.) geläufig, doch Bröckers und Schreyer fügen sie überzeugend zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Teilweise stammen Inhalte des Buches aus Texten, die die Autoren im Laufe des Jahres für unter anderem telepolis und die taz geschrieben haben. Der Untertitel des Buches legt es nahe: Es geht den Autoren auch und vor allem um die Rolle der Medien in diesem (abgekarteten) Spiel. Als solches können die Verflechtungen zwischen Politik, Wirtschaft und Medien mit den entsprechenden Abhängigkeiten durchaus bezeichnet werden – die bekannten schrecklichen Folgen für viele Menschen vor Ort inklusive. Die hervorragende Studie von Uwe Krüger (Meinungsmacht) wird angeführt und ansatzweise auf die Berichterstattung zur Ukraine angewandt. Zudem werden Bröckers und Meyer nicht müde die nahe liegenden Fragen zu stellen: Auf welcher Basis argumentiert der Westen? Wer ist diese selbst ernannte Wertegemeinschaft und für welche konkreten Werte steht sie denn? Warum bilden die Medien nur Augenblicke ab und unternehmen keine Versuche der Erklärung? Welches Problem hat der Westen mit der Person Wladimir Putin? Warum dieser ideologische Eifer und die ewigen Zuweisungen der eigenen Schuld an die Gegenseite (ein sehr beliebter Zug in den Leitmedien)? Fundamental Neues wird man in diesem Buch nicht finden. Doch es präsentiert den Verlauf der Ukraine-Krise bis in den Spätsommer hinein unter Erklärung der wichtigsten Hintergrundkenntnisse. Der bisweilen sarkastisch-polemische Schreibstil der Autoren gibt der Intention für dieses Buch den richtigen Ton und vermittelt die moralische Empörung ob der beschriebenen Sachverhalte und Zustände. Der Westend-Verlag hat jedoch für einen bitteren Beigeschmack gesorgt: Die Preispolitik ist durchaus fragwürdig. Für ein Buch von diesem Inhalt – 207 Seiten inklusive Anmerkungen und Register – knappe 17 Euro? Der bisherige Erfolg des Buches sei den Autoren gegönnt und – idealistisch gedacht – der Sache der Wahrheit auch dienlich, aber der Verlag hat hier doch überzogen. Ein moderaterer Preis stände der weiteren Verbreitung des Buches keinesfalls im Wege. Ganz im Gegenteil, ist doch die Käuferschaft wohl eher in den weniger gut situierten Kreisen dieser Gesellschaft zu finden.

  4. Geschenk sagt:

    Wir sind die Guten, die anderen- die Bösen. Das gibt uns das Recht, sie fertig zu machen. Das Buch liest sich so spannend, wie eine James-Bond-Geschichte. Nur dass diese Geschichte in ihrer ganzen Dramatik leider wahr ist. Ich bin ein absolut unpolitischer Mensch (gewesen). Doch gleich zu Beginn der „Ukraine-Krise“ bekam ich das Gefühl, von den Medien ganz beabsichtigt im Halbwissen gehalten zu werden. Das Gefühl wuchs ganz schnell, bald verstand ich, dass mich meine vertrauenvollsten und offiziellsten Medien unverschämt belügen und manipulieren. Wer von uns lässt sich gern an der Nase herumführen und für dumm halten? Also bemühte ich mich zum ersten Mal um die Alternativnachrichten. Aus dem Fernsehen wurde alles Alternative schnell weg gemobbt. Lange Zeit gab es wenig fundierte und gut recherchierte Berichte auf Deutsch. Doch dieses Buch ist es! Ein echter Gewinn für jeden Menschen in Deutschland. Denn wenn man die Hintergründe versteht – und das tut man nach der Lektüre des Buches – kann man sich über die aktuellen Geschehnisse eigene Meinung machen. Und eine eigene Meinung ist hierzulande ein seltener und besonders kostbarer Schatz. Wer hätte das in einem doch so demokratischen Land wie Deutschland vermutet! Endlich! Endlich gibt es dieses Tropfen Wahrheit für die fast verdursteten und benommenen Bürger in dieser Mainstream-Medien-Wüste. Es ist sehr mutig von den beiden Autoren, ein solches Buch zu schreiben. Sie handeln sich vermutlich viel Ärger damit ein. Allein deshalb sollte das Buch unbedingt gelesen werden. Denn Mut ist eine alte Tugend, die den Deutschen immer eigen war. Ich wünsche mir mehr davon! Lesen Sie unbedingt dieses Buch. Denn die Ereignisse in der Ukraine und Russland werden jeden einzelnen von uns betreffen. Wir sind es gewohnt, im Frieden zu leben. Doch der Frieden ist ausgesprochen fragil. Und wir – die Guten – tragen maßgeblich zu dieser Zerbrechlichkeit bei.

  5. Geschenk sagt:

    Bröckers trägt nüchtern und sachlich sauber recherchierte Fakten zusammen und stellt damit die Chefideologen unserer geballten Mainstreammedien in die Schäm-Ecke. Dieses Buch ist ein Lehrstück für „sauberen“ Journalismus. Hat sich Bröckers in seinen Büchern zu 9/11 noch darauf beschränkt, Fragen zu stellen (die bis heute nicht beantwortet sind…), gibt er hier eine Analyse der Ereignisse um die Ukraine ab, die nicht nur die Geschichte des Landes umfasst sondern sogar Kurzbiografien einiger Protagonisten enthält (Nulan). Dem Leser werden plötzlich Zusammenhänge offenbar, die im Sumpf der einseitigen Berichterstattung des Mainstream einfach verborgen bleiben. Man kann nur hoffen, dass das Buch einen breiten Leserkreis erreicht. Ob es auf der Spiegel – Bestsellerliste erscheint ist fraglich…

  6. Geschenk sagt:

    DIe Glaubwürdigkeit unserer Medien ist nicht erst seit der Ukraine-Krise anzuzweifeln aber selten haben es die deutschen Leitmedien mit dem Betrug derart übertrieben. In Foren wie im echten Leben wird man ja sofort als Putinfanboy abgetan nur weil man eine etwas differenziertere Betrachtung der Lage wünscht. Diese Buch ist alles andere als ein Lobgesang auf Puting und sein demokratisches Russland, es setzt sich aber kritisch mit der „westlichen“ Außenpolitik bezüglich der Ukraine auseinander ohne dabei den historischen Kontext zu vernachlässigen. So manche mir bisher unbekannte Fakten die oftmals mit öffentlichen Dokumenten belegt werden bestätigen meine schlimmsten Befürchtungen was den Zustand unserer Medienlandschaft angeht. Absolute Kaufempfehlung!

  7. Geschenk sagt:

    Mathias Bröckers ist ein erfahrener Autor u.a. bei taz, Zeit und SFB. Im Jahr 2014 veröffentlichte er Artikel beim Online-Magazin Telepolis, in denen er eine kritische Gegenposition zur Mehrheit der Journalisten in Deutschland vertritt. Seine Kritik richtet sich vor allem gegen die Haltung, „wir“ oder „die internationale Gemeinschaft“ seien uns einig über Demokratie, Frieden und Menschenrechte, während nur die Gegenseite wie Islamisten oder Russen Kriegsverbrechen begehe. Die Analyse von Bröckers, wie sie in diesem Buch vertreten wird, beginnt mit einer Einführung in die ukrainische Geschichte und ihren verschiedensprachigen Bevölkerungsgruppen. Bröckers beschreibt die weltweiten Strategien der USA anhand öffentlich zugänglicher Strategiepapiere insbesondere neokonservativer Autoren. Anstelle von verbreiteten, willkürlichen moralischen Wertungen der Konfliktparteien versucht der Autor die unterschiedlichen Interessen der Beteiligten aufzuzeigen. Dabei wird klar, dass nicht nur EU, NATO und USA mitunter gegensätzliche Ziele verfolgen, sondern auch die ukrainischen Oligarchen miteinander konkurrieren. Auch die „Prorussen“ im Osten und der russische Staat bzw. sein Militär müssen nicht auf einer Linie liegen. Das wird beim simplen Schwarzweißdenken einiger Medien leider ausgeblendet. Zitat (alle Kap. 15): „Russland und Iran, die zusammen über die Hälfte aller Öl- und Gasreserven der Welt verfügen, stehen der einzigen Supermacht nicht wegen ihrer religiös-fundamentalistischen oder autokratischen Ausrichtung im Wege, sondern weil sie die Profite aus ihren Bodenschätzen selbst einstreichen und transnationale Konzerne weitgehend außen vor halten.“ „Die [Ukraine] könnte als blockfreier Brückenstaat sowohl mit der EU als auch mit Russland verbunden sein und ihre multiethnische und mehrsprachige Zerrissenheit als Chance begreifen.“ Was steht dem entgegen? Laut Bröckers „Ein Imperium, das uns seinen permanenten Krieg als Friedenspolitik verkauft, seinen Überwachungsstaat als Freiheit, seinen von Plutokraten dominierten Kongress als Volksvertretung, sein ‚Ein-Parteien-System mit zwei Flügeln‘ (Gore Vidal) als Demokratie und sein von Räuberbankiers beherrschtes Finanzsystem als alternativlos.“ Wer sich über die einseitige Ausrichtung der Massenmedien bei uns ebenso ärgert wie über Politiker, die leichtfertig eskalieren und in Kategorien von Feindbildern denken, lese dieses Buch. Mitunter wird Mathias Bröckers vorgeworfen, er würde Verschwörungstheorien verbreiten. Zumindest in diesem Buch (seine anderen kenne ich nicht) bezieht sich der Autor ausschließlich auf öffentlich zugängliche und seriöse Quellen. Seine Argumentation ist solide, auch wenn dieses Pamphlet mit Schwung über die Heuchler herzieht. Fazit: Aktuell, spannend zu lesen, mit außergewöhnlichen Standpunkten. Eine Pflichtlektüre für alle, die jetzt über die Ukraine-Krise, EU und NATO mitreden wollen. Noch ein Tipp: Wenn das Papierbuch gerade ausverkauft ist, lohnt sich die Kindle-Ausgabe.

  8. Geschenk sagt:

    Das Buch erläutert sehr ausführlich wer und was wie und mit wem zusammen hängt. Ergibt deutlich mehr Sinn, als das was in den Medien propagiert wird. Empfehle ich weiter! Edit 29.01.15: Wie unter meiner Rezension, findet man den Benutzer „Amazon Customer“ unter zahlreichen anderen Rezensionen zu diesem Buch. Meine Trefferquote lag bei guten 90% bei irgendeiner Rezension, die kommentiert wurde, auf diesen User am Ende einer Diskussion zu treffen. Den frühsten Kommentar, den ich von ihm auf die Schnelle gefunden habe, wurde am 26.01.15 gegen 8Uhr verfasst. Seit dem scheint Amazon Customer nichts anderes zu tun zu haben oder wird dafür vielleicht sogar bezahlt, jeglichen Einwand, der ihm einfällt und gegen seine bzw. der medialen Meinung ist, kundzutun. Er stellt erst einmal alles in Frage und „argumentiert“ mit Gegenfragen. Dabei lobt er u.a. die FAZ und Amerika und stempelt gegenläufige Meinungen als realitätsfern und/oder Verschwörung ab, wobei er selbst schreibt, nicht nur den Leuten mit der eigenen Meinung zu vertrauen, sondern auch denjenigen Gehör zu schenken, die anderer Ansicht sind. Also, don’t feed the troll! Wie kann man den melden?

  9. Geschenk sagt:

    Dieses Buch veranschaulicht auf sachliche, nachvollziehbare Weise klar und deutlich wie die Medien einen Konflikt in Gut und Böse kategorisieren und Putin als der Bösewicht dargestellt wird. Erschreckend die Fakten zum Ursprung der Krise in der Ukraine, alles unter dem Deckmantel der Demokratisierung ausgehend vom Weltverbesserer USA. Ungereimtheiten werden aufgeführt, die Verflechtung der wirtschaftlichen Interessen der USA, der Rüstungspolitik und letztendlich ist es ein Kampf um die Ressourcen, die Pipelines . Dieses Buch ist sehr unangenehm fuer die politische Elite, man kann es aufgrund der Fakten noch nicht einmal als Verschwörung abtun. Fuer all diejenigen, die kritisch hinterfragen, die selbst nachdenken wollen, mitdenken wollen und auch erahnen welch ein Spiel und welche Strategie die Medien mit uns treiben . Ein muss fuer jeden selbst Denkenden. Im handlichen Taschenbuchformat.

  10. Geschenk sagt:

    Diese Bewertung zeigt, dass wir auch bei speziellen Büchern, bei Amazon gut beraten und zuverlässig beliefert werden. Sie haben einen treuen Kunden behalten.

  11. Geschenk sagt:

    Es hat mir viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen – und zugleich erschüttert, da so viele Augenöffner in diesem Buch für mich waren.. Danke schön!

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