James Bond – Spectre [Blu-ray]: Daniel Craig, Ben Whishaw, Ralph Fiennes, Naomie Harris, Rory Kinnear, Lea Seydoux, Christoph Waltz, Sam Mendes
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James Bond – Spectre [Blu-ray]: Daniel Craig, Ben Whishaw, Ralph Fiennes, Naomie Harris, Rory Kinnear, Lea Seydoux, Christoph Waltz, Sam Mendes

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Kurzbeschreibung

Eine mysteriöse Nachricht aus Bonds Vergangenheit setzt ihn auf die Fährte einer zwielichtigen Organisation, die er aufzudecken versucht. Während M damit beschäftigt ist, politische Mächte zu bekämpfen, um den Secret Service am Leben zu erhalten, kann Bond eine Täuschung nach der anderen ans Licht bringen, um die schreckliche Wahrheit zu enthüllen, die sich hinter SPECTRE verbirgt.

Movieman.de

James Bond 007 – Spectre: Inhaltlich kein großer Wurf, aber spektakulär in Bild und Ton.

REVIEW: Es ist schwer, SKYFALL zu übertreffen, selbst wenn alle Beteiligten dieses Films auch hier wieder vor und hinter der Kamera übernommen haben. SPECTRE bleibt leider hinter den Erwartungen zurück. Die im Vorfeld oftmals versprochenen Überraschungen verpuffen total, weil es sie schlichtweg nicht gibt. Stattdessen wird die Geschichte etwas holprig erzählt, weil man sich auch ständig davor drückt, genauer zu definieren, was Spectre nun eigentlich will.Monica Bellucci ist in ihrem nur wenigen Minuten währenden Auftritt völlig verschwendet, Christoph Waltz ergeht sich in seinen üblichen Sperenzchen, Daniel Craig ist einfach da so wie er es halt immer ist. Was wirklich funktioniert beim neuen Film ist die Action. Hier kracht es an allen Ecken und Enden, wobei die hämmernde, häufig auf eindrucksvolle Trommeln zurückgreifende Musik ein Übriges tut, um den Puls zu beschleunigen. Hier gibt es auch ein paar originelle Ideen, die man so noch nicht gesehen hat. Und das ist angesichts der Action-Einlagen von 007 in nun mehr als 50 Jahren durchaus bemerkenswert. Wer keine allzu großen Ansprüche an die Geschichte stellt, der kann sich hier also durchaus unterhalten, auch wenn klar ist, dass SPECTRE nicht mit dem direkten Vorgänger mithalten kann.

Moviemans Kommentar zur DVD: Inhaltlich kein großer Wurf, aber spektakulär in Bild und Ton. Mit großer Wucht hämmern die Trommeln im fulminanten 13! minütigem Intro satt und ohne Neigung zum Dröhnen aus dem Subwoofer. Wenn der Hubschrauber über dem Platz taumelt (10.20), dann werden dessen kreisende Bewegungen mustergültig von allen Seiten nachvollzogen. Erstaunlich dabei: Es wird kein einziges Wort geprochen! Auch die unglaubliche nächtliche Verfolgungsjagd in Rom hat ultimativen Vorführcharakter und ist gespickt mit extremer Effektdichte bei Vorbeifahrten und Stunts. Während die englische Tonspur in 7.1-Ton angeboten wird, wird in Deutsch nur eine schlichte 5.1-Tonspur offeriert. Wozu? Im direkten Vergleich macht dies sich zwar nur in einer etwas tieferen Staffelung des Raumklanges und subjektiv einer Spur mehr Punch bemerkbar, aber was spricht dagegen, auch eine deutsche 7.1-Tonspur bei einem solchen Blockbuster anzubieten? Der Kontrastumfang ist immens und trennt Moneypennys dunkelblaues Kleid absolut sauber von Bonds schwarzem Anzug (19.10). Feine Nuancen, wie z.B. Steinornamente oder feine Linienmuster auf Kleidung oder Stadtpanoramen (29.19) werden mit großer Akkuratesse abgebildet. Frei von Säumen oder Doppelkonturen wird Dank nur geringer Kompression ein enorm plastisches Bild auf den Bildschrim oder Leinwand gezaubert, die höchsten Ansprüchen genügen. Auch bei dicker Wolkendecke bleibt das hier oft anzutreffende Blockrauschen oder Grieseln nahezu aus. Bei diesem Wetter lässt die Leuchtkraft naturgemäß ein wenig nach, etwa beim Überflug über London (28.25). Überwiegend herrschen matte und gedeckte Farbtöne vor, was dem düsteren Touch dieses Bondabenteuers entgegenkommt. Wer braucht schon Bonbon-Kontrast, wenn der Tod permanent um die Ecke schaut? Das schlanke Bonusprogramm widmet sich auch gleich 20 Minuten lang der bislang längsten Eröffnungsszene aller Bondfilme (OmU). 6 kurze Videoblogs befassen sich mit Angelpunkten wie zum Beispiel den spektakulären Autos und der Musik (gesamt 09.09). www.movieman.de

3 Antworten

  1. Geschenk sagt:

    Für einen hochgelobten Film bietet er mir deutlich zu wenig. Zu viele Szenenwechsel die schwer nachvollziehbar sind und dazu für mich persönlich des öfteren Ablaufabbrüche.. Sorry, aber selbst die 4 Sterne sind eher 3,5…

  2. Geschenk sagt:

    Der neue James Bond „S.P.E.C.T.R.E“ mit Daniel Craig spaltet offenbar die Geister und erhitzt die Gemüter. Die Einen finden ihn gut, die Anderen ganz schlecht. Warum? Das ist schwer zu sagen und hängt sicherlich mit unterschiedlichen Erwartungen und Vorlieben zusammen, die jeweils an einen neuen James Bond gestellt werden. Blickt man auf die Reihe zurück, ging es einigen Bondstreifen doch ganz ähnlich. Besonders kritisch wurde es immer dann, wenn es gerade einen Hauptdarstellerwechsel gab. Was wurde der arme George Lazenby in seinem Zwischenspiel nach Sean Connery zerrissen. Dabei ist der Film rückblickend gar nicht schlecht… nur etwas anders eben und emotionaler als die meisten anderen Bondfilme. Danach „Leben und Sterben lassen“… Roger Moores erster Bond… hatte es richtig schwer. Ich finde den immer noch toll. „Moonraker“ spaltet die Geister noch heute und doch würde ich ihn als durchaus gelungen und überaus witzig bezeichnen. Mit sehr einprägsamen, tollen Szenen an fantastischen Drehorten und Kulissen. Der letzte Roger Moore Bond ist ebenfalls umstritten, weil Roger Moore damals deutlich sichtbar in die Jahre gekommen war. Dennoch hat der Film definitiv seine Stärken. Timothy Dalton als Bond… beide Streifen waren und bleiben sehr umstritten. Doch auch sie haben definitiv ihre Stärken und Berechtigung innerhalb der Reihe. Pierce Brosnan… sein letzter Auftritt… katastrophale Kritiken. Lediglich über Sean Connery Bondfilme wird (vielleicht mal für Diamantenfieber, weil der sich anders anfühlt) wenig kritisiert, weil er eben der Urbond ist und bleibt. Aber was macht einen Bondfilm aus? Und was ist das ganz Besondere an dieser Reihe? Jeder neue James Bond Film ist sozusagen ein gesellschaftliches Ereignis, das auch entsprechend groß angekündigt wird und beinahe jeder sehen will oder muss (wenn er mitreden will). Bond bietet über Jahrzehnte einen Blick auf aktuelle Themen, gesellschaftlichen Wandel, Trends und Mode, bis hin zum ganz unterschiedlichen Rollenverständnis zwischen Frauen und Männern. Das ist sehr interessant, wenn man sich die Filme aus den verschiedenen Jahrzehnten mal wieder anschaut. Der jeweilige Wandel ist komplett nachvollziehbar. Und er jettet an die schönsten Orte der Welt. Alleine diese Punkte machen Bond immer wieder aufs Neue so spannend. S.P.E.C.T.R.E ist da nicht anders. Mexico, Rom, Österreich usw. Der Film besitzt eigentlich alles, was einen guten Bond-Streifen ausmacht und er passt meiner Meinung nach nahtlos in die Daniel Craig Bondreihe. Ich muss sagen, der einzige Daniel Craig Bond, der mir in dieser Hinsicht leider nicht hängen geblieben ist, war „Ein Quantum Trost“, der für meinen Geschmack zu kurz und zu actionlastig war und sich so gar nicht nach „Bond“ anfühlte. Ein Zwischenspiel, das etwas aus der Reihe fiel und trotzdem halbwegs „sehbar“ war, auch wenn es die Erwartungen nicht erfüllen konnte. S.P.E.C.T.R.E hat auch alles, was einen guten Bondfilm ausmacht, ist modern und topaktuell. Tolle Drehorte und Kulissen, spannende Actionszenen, ein hart und engagiert agierender Bond, schöne Frauen, klasse, schnelle Nobelautos und durchaus überzeugende Szenen. Ein durchgehender Spannungsbogen ist vorhanden. Aktuelle Themen: Informationshoheit bzw. totale Überwachung, Terror, Zusammenschluss der Geheimdienste / Nachrichtenagenturen. Das passt also alles und sogar der ein oder andere ironische Witz hat sich bei Daniel Craig eingeschlichen, der sich doch ansonsten in der Vergangenheit eher humorloser erwies. Natürlich kann man das ein oder andere Logikloch finden, wenn man es denn so genau nehmen will (in welchem Bond ist das nicht vorhanden?). Natürlich kann man über die Schönheit der Bondgirls geteilter Meinung sein (die Geschmäcker sind verschieden und das ist gut so). Natürlich gibt es Szenen, die vielleicht nicht ganz so gut gelungen sind (die Fahrt durch Rom ist in der Tat etwas gemächlich geraten und es waren wenig Verkehrsteilnehmer unterwegs… fand ich jetzt aber nicht so schlimm). Christoph Waltz spielt den Gegner routiniert. Nichts auszusetzen. Ja, auch ich habe ihn schon mal besser gesehen und er verursachte mir im Bondfilm keine Gänsehaut wie er das in einem anderen Film getan hat. Aber sein erster Auftritt im Schatten des Meetings war schon beeindruckend. Im Kino war es mucksmäuschenstill vor Spannung und alle haben den Atem angehalten, obwohl er noch gar nichts gesagt hatte. Die Szene ist schon richtig toll gemacht. Die Eingangssequenz in Mexico ist ebenfalls klasse und fesselt von Beginn an. Über den Titelsong kann man sich streiten. Meine Güte… irgendwie passt er auch wieder und der Titel ist gewohnt künstlerisch aufgezogen. Fazit: Ein für mich rundum gelungener, spannender und guter Bondfilm, der sich nahtlos in die Daniel Craig Reihe einfügt, einige Anspielungen auf ältere Bondfilme besitzt und einen Kreis schließt. Nicht der beste Bond ever, aber eben ein guter Bond. Unterhaltend und kurzweilig. Was will man mehr? Daniel Craig und seinen „Bondstyle“ sollte man allerdings als Bond akzeptiert haben und mögen, sonst tut man sich schwer mit diesem Bond (logisch).

  3. Geschenk sagt:

    In den ersten 20 Minuten — dem bisher längsten Bond- Intro überhaupt — geht ordentlich die Post ab ! Mit sehr viel Vorfreude habe ich den 24. offiziellen James Bond- Film erwartet ….. „Spectre“ beginnt kunterbunt in Mexiko- Stadt. Gleich hier zu loben ist die Regie- Arbeit, speziell die mehrminütig gezeigte durchgängige Handlung ohne Perspektivenwechsel vonseiten der Kamera und auch ohne Schnitt. James Bond selbst, anfangs karnevalistisch maskiert, verschwindet mit einer Schönheit in einem Hotelzimmer. Daraufhin wird er ein größeres Attentat verhindern und in eine handfeste Auseinandersetzung geraten, in einem Helikopter über den Dächern von Mexiko. So weit, so gut ! Doch nein, nicht ganz. Schon in seiner Anfangsphase gibt es erste kleinere Stimmungsdämpfer. Erstmals beginnt ein Daniel Craig- James Bond- Film mit dem sonst traditionell auf Bond gerichteten Zielfernrohr. Zielstrebig, jedoch nicht cool, beinahe hektisch- überhastet, bewegt sich Daniel Craig durch den runden hellen Lichtpegel. Seine Waffe führt er dabei bereits klar ersichtlich in der Hand. Der übliche Überraschungseffekt, das unerwartete Zücken der Pistole aus der spontan eingenommenen Hüfthaltung, bleibt somit aus. Noch mehr enttäuscht der Titelsong. Ich möchte „Writing’s on the wall“ von Sam Smith nicht unbedingt zerreißen. Aber von allen bisher 24 Titelsongs ist er für mich, milde ausgedrückt, der unauffälligste. Genauso ist es leider mit dem Film. Ende November 2015 erlebte ich ihn im Kino, Ende März 2016 nun noch einmal auf DVD. In den dazwischenliegenden vier Monaten war mir — außer der geschilderten Eingangssequenz — nur wenig Nennenswertes in Erinnerung geblieben. Inhaltlich geht es um eine Fusion des britischen Inlandsgeheimdienstes MI 5 mit dem ebenso britischen Auslandsgeheimdienst MI 6. Außerdem um Auseinandersetzungen mit der geheimen Organisation SPECTRE. Aus diesen Spannungsfeldern ergibt sich die gesamte Handlung, deren einzelne Ströme — leider genreüblich — zum Teil nicht nachvollziehbar sind. Bereits im Vorfeld der Premiere hatte Daniel Craig nur allzu deutlich betont, wie ungern er die Rolle spielte. Derartige Äußerungen in der Filmwelt sind nicht neu. In der Regel dienen sie dazu, eine höhere Gage für die Fortsetzung zu erstreiten. In diesem Falle aber glaube ich Daniel Craig leider jedes seiner Worte. Eine Form von Lustlosigkeit steht ihm ins Gesicht geschrieben und falls dies doch fehlinterpretiert sein sollte, so wirkt er zumindest stellenweise blass und fade, beinahe kränklich. Christoph Waltz, sein Gegenspieler, bleibt allein schon durch sein zeitlich sehr beschränktes Auftreten deutlich unter seinen Möglichkeiten. Auch die Bond- Girls ….. Bond- Women müsste man ja in diesem Falle sagen (in erster Linie Monica Bellucci und Lea Seydoux) …. hinterlassen kein besonders aufleuchtendes oder herausragend erinnerungswertes Bild. Dasselbe gilt für alle folgenden Action- Szenen. Selbst bei der Auto- Verfolgungsjagd durch die nächtlichen Gassen Roms, für mich Film- Highlight Nummer zwei, dachte ich bereits im Kino : „War’s das schon ?“ Auch die spätere Schlägerei im Zug wurde vergleichsweise banal gelöst (hier kann man denken : Ist der Widersacher wirklich tot ? Oder kehrt er noch einmal zurück ?). Im Vergleich mit anderen Action- Filmen („Transporter“, „Mission Impossible“ etc., etc.) steht Bond leider im Hintertreffen. Ebenso ziemlich einfallslos ist es, wie sich der gefesselte Bond bei seinem Verhör mit Blofeld von seinem Stuhl befreien kann. Untypisch — ebenso nicht SPECTakulär — ist auch die Schluss- Szene in London. Sie wirkt unfertig, wie ein Übergang zu einem nächsten Teil. Und gerade das gilt leider für den ganzen Film. Er ist alles andere als ein Highlight dieser Serie und wirkt — auf sich allein gestellt — wie eine Übergangslösung zu einem neuen, hoffentlich wesentlich besseren 25. Jubiläumsteil. Als kleine Übersicht, aus welchem Blickwinkel ich die Serie sehe : Meine Lieblings- Bonddarsteller sind noch immer Connery, Lazenby und Moore, sogar in dieser Reihenfolge. Aber auch diese drei sind für mich nicht frei von Schwächen : Sean Connery (geb. 1930) agierte von 1962 bis 1971 sechs Mal als James Bond (das 1983er „Feuerball“- Remake „Sag niemals nie“ bewusst nicht mitgerechnet). Er ist der Ur- Bond, Grundlage des riesigen Erfolgs. Doch schon ab „Feuerball“ (1965) ist bei Connery eine gewisse Bond- Verdrossenheit zu spüren und manches wirkt aus heutiger Sicht ein wenig altbacken. Roger Moore (geb. 1927) verkörperte von 1973 bis 1985 als Rekordhalter sieben Mal James Bond. Er tat dies der damaligen Zeit entsprechend bemüht jugendlich, flott und gewitzt, rückschauend betrachtet sicherlich etwas zu sehr gekünstelt. Das dazwischenliegende, in vieler Hinsicht großartige „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ (1969) mit George Lazenby (geb. 1939) zerbricht leider mit seinem katastrophalen Schluss. Timothy Dalton (geb. 1946) war 1987 und 1989 aktiv. Er mag ein wirklich ausgezeichneter Shakespeare- Darsteller gewesen sein; als aktionsbezogener Geheimagent hat er mich niemals überzeugt. Davon abgesehen, soll seine eher zurückhaltende Verkörperung des Geheimagenten der Buchvorlage Ian Flemings am nähesten gekommen sein. Nach geschlagenen sechs Jahren Drehpause, also ab 1995, „rettete“ Pierce Brosnan (geb. 1953) gewissermaßen die Figur James Bond. Er repräsentierte ihn auf zweierlei Weise, ernst wie humorvoll. Nur leider wurde vor allem der letzte seiner vier Filme, „Stirb an einem anderen Tag“ (2002), vom Drehbuch her zu sehr verkitscht. Die angewandten CGI- Effekte steckten noch in ihren Anfangsschuhen. Daniel Craig (geb. 1968) hatte mich nach anfänglicher Skepsis bei seinem Einstand in „Casino Royale“ (2006) als Spion mit Fehlern und mit Schwächen doch beeindrucken, fast sogar begeistern können. Selbiges gilt für „Skyfall“ (2012). Das jetzige „Spectre“ wirkt auf mich wie ein Abklatsch dieser beiden Streifen. Selbst das dazwischenliegende, oft gescholtene „Ein Quantum Trost“ (2008), steigt mittlerweile in meiner Gunst. Zumal es auch nicht so sehr von der überbetonten Melancholie und Melodramatik der drei anderen Werke beherrscht wird. VOR „Spectre“ hatte ich noch gehofft, es würde weitere James Bond- Filme mit Daniel Craig geben. Auch finde ich generell, dass die Liste der James Bond- Darsteller nicht zu lang und unübersichtlich werden sollte. NACH „Spectre“ gerate ich mit dieser Ansicht jedoch ins Wanken und ins Taumeln. Dies vorwiegend aus drei Gründen : Erstens, wie bereits angedeutet, erscheint mir die Machart, die gesamte Atmosphäre der bisher vier Verfilmungen mit Daniel Craig zu dunkel und zu düster. Es ist durchaus in Ordnung, dass man die Person James Bond nach vielen Jahrzehnten „anders“, sprich : gelegentlich unsicher und zerrissen, zeigen will. Aber einen gewissen Reifeprozess, auch in Sachen Augenzwinkern, Lächeln und Humor, würde ich mir nunmehr doch mal wieder wünschen. Von mir aus noch immer gerne im Gesicht von Daniel Craig. Zweitens stört mich, dass man vom Drehbuch her krampfhaft bemüht ist, die Daniel Craig- Bond- Filme inhaltlich zusammenzuhalten. Dazu werden immer wieder Namen aus den früheren Teilen genannt, teilweise noch ins Spiel gebracht : Vesper Lynd, Le Chiffre, Dominic Greene, Raoul Silva, Mr. White etc., etc. Ich finde, dass dies die meisten Zuschauer mehr verwirrt, als dass es den gesamten Strang wirklich zusammenhält. Außerdem sollte ein Bond- Film meiner Meinung nach im Großen und Ganzen eigenständig bleiben. Drittens ist James Bond nun auch im Bereich des Teamworks angekommen. Seine Mitstreiter „M“ (Ralph Fiennes), „Q“ (Ben Whishaw), „Moneypenny“ (Naomie Harris) und auch noch Bill Tanner (Rory Kinnear) erhalten zunehmend eigenen, mitprägenden Spielraum. In dieser Hinsicht scheint man sich sehr an den „Mission Impossible“- Verfilmungen zu orientieren. Wenngleich ich mir auch bei Bond eine solche Veränderung in seiner Rolle gefallen lassen würde, so müsste man doch dazu zukünftig das Drehbuch ändern. Daniel Craig, so wie er James Bond bisher lt. Vorgabe zu spielen hat, wirkt zu ernst und einzelgängerisch, um in einer Gruppendynamik vollends zu überzeugen. Daran krankt es bereits bei „Spectre“. Als kleine Spekulation mal in den Raum gestellt : Wie wird es mit James Bond nun weitergehen ? Wer wird ab Folge 25 übernehmen ? Wird es Tom Hardy sein ? Oder Henry Cavill, Damian Lewis, Tom Hiddleston, Idris Elba, Michael Fassbender oder Leonardo DiCaprio ? Oder doch noch einmal Daniel Craig ? … Hallo ? Gibt es einen Spion in unserer Mitte ? Weiß jemand mehr ? „Spectre“ selbst war übrigens kommerziell kein Misserfolg, sondern weltweit nach wie vor ein Kassenschlager. Es kostete 345 Millionen US- Dollar und war damit um 145 Millionen US- Dollar teurer als das vorausgegangene „Skyfall“. Demgegenüber erwirtschaftete „Spectre“ (lediglich) 880 Millionen US- Dollar, während „Skyfall“ ganze 1.110 Millionen US- Dollar eingebracht hatte. Trotz des noch immer außerordentlich großen Erfolges weist die wirtschaftliche Bilanz inzwischen stark nach unten. Leider scheinen sich die Produzenten auch an solchen Trends zu orientieren. Zusammenfassend nun zu „Spectre“ : Als Bestandteil der James Bond- Verfilmungen enttäuscht es mich — selbst losgelöst vom Flair der 1960er und 1970er Jahre. Auch der extra für „Spectre“ hergerichtete Aston Martin DB10 vermag nichts daran zu ändern. Als beliebigen Action- Film für einen Film- Abend ist es für mich aber noch okay, es ist kein Reinfall. Bei fast zweieinhalb Stunden Länge (zugleich Überlänge) entführt uns „Spectre“ immerhin nach Mexiko, London, Rom, Tokio und an diverse Orte in Österreich und Marokko. Es ist ein solider aktionsbetonter Unterhaltungsfilm, den man sich durchaus ansehen kann, den man aber, salopp gesagt, keineswegs gesehen haben muss. Von mir gibt es jedenfalls (noch) düstere drei Sterne. Lassen Sie sich aber trotzdem Ihren Wodka- Martini schmecken. Ob gerührt oder geschüttelt, ganz egal, entscheiden Sie.

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