Im Wald: Kriminalroman Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 8: Nele Neuhaus
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Im Wald: Kriminalroman Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 8: Nele Neuhaus

Nele Neuhaus – Im Wald: Kriminalroman (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 8) jetzt kaufen. 229 Kundrezensionen und 4.3 Sterne. Belletristik / Kriminalromane

Klappentext

Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein wird nachts zu einem Brand in der Nähe von Ruppertshain gerufen. Er vermutet, dass der Feuerteufel dahinter steckt, der seit Monaten im Taunus sein Unwesen treibt und leer stehende Gebäude anzündet. Doch diesmal geht es um mehr: Im brennenden Wohnwagen auf dem Campingplatz im Wald kam ein Mann ums Leben. Bodenstein und seine Kollegin Pia Sander ehem. Kirchhoff ermitteln wegen Mordes. Als sie mit der Besitzerin des Wohnwagens sprechen wollen, kommen sie zu spät: Auch sie wurde getötet, obwohl sie sowieso nicht mehr lange zu leben gehabt hätte. Während die Polizei fieberhaft nach einem jungen Mann fahndet, der in der Brandnacht im Wald den Täter gesehen haben könnte, geschieht ein dritter Mord.

Vor über vierzig Jahren verschwand Bodensteins bester Freund, der zehnjährige Artur, spurlos. Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Mordserie und diesem nie aufgeklärten Vermisstenfall? Bodenstein geht den alten Spuren nach und entdeckt Ungereimtheiten und Ermittlungsfehler. Pia und er stoßen auf eine Mauer aus Schweigen, Angst und Misstrauen, und der Mörder scheint noch nicht am Ende mit seiner Mission. Um ihm Einhalt gebieten zu können, müssen sie herausfinden, was im August 1972 im Wald bei Ruppertshain wirklich geschehen ist.

Buchrückseite

Ein Unbekannter stirbt im Feuer.
Eine alte Frau wird ermordet.
Ein Dorf schweigt.

Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz erdrosselt. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand – und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt.

12 Antworten

  1. Geschenk sagt:

    „…Verdrängung ist die tödlichste Form der Verleugnung…“ Elias hat sich entschieden, einen kalten Entzug zu machen. Deshalb zieht er sich in einen Campingwagen zurück. Ausschlaggebend war die Schwangerschaft seiner Freundin Nike. Elias möchte das Abi nachholen und sein Kind aufwachsen sehen. Felicitas lebt im Wald im Haus ihrer Schwester, die für einige Zeit verreist ist. Plötzlich hört sie in der Nacht einen Knall. Sie sieht einen hellroten Feuerball über den Campingplatz. Wenige Minuten später ist Oliver von Bodenstein am Tatort. Da weiß er noch nicht, dass die Kollegen eine Leiche gefunden haben und dass er den Toten kennt. Die Autorin hat einen fesselnden und abwechslungsreichen Kriminalroman geschrieben. Die Geschichte lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Oliver hat ein Sabbatjahr beantragt und wird in wenigen Wochen seine Dienststelle verlassen. Ob er je zurückkehrt ist ungewiss. Sein letzter Fall wird gleichzeitig sein persönlichster, denn er führt ihn weit zurück in seine Vergangenheit. Im Jahre 1972 verschwand der 11jährige Artur. Er war Olivers bester Freund. Außerdem hatte Oliver einen zahmen Fuchs. Auch er ward nach diesem Tag nie wieder gesehen. Als es jetzt eine weitere Tote gibt, erkennt Oliver, dass jemand aufräumt, damit die Geschehnisse von 1972 nicht ans Tageslicht kommen. Da er befangen ist, gibt er die Leitung der Ermittlung an Pia Sander ab. Der Schriftstil des Buches ist angenehm lesbar. Obiges Zitat ist dem Buch vorangestellt. Sein Inhalt durchzieht die Geschichte. Die Geschehnisse von 1972 haben die Menschen in Ruppertshain verändert. Das wird sprachlich deutlich herausgearbeitet. Doch anfangs schweigt ein ganzes Dorf – und das seit Jahren. Die Kinder von damals sind jetzt angesehene Bürger. Glücklich aber ist keiner, auch wenn es nach außen so scheint. Die Autorin legt viel Wert auf die Emotionen ihrer Protagonisten. Olivers Selbstanklage, seine Trauer, die erneut wieder aufbricht, die Selbstgerechtigkeit von Peter Lessing und Elias` Verzweiflung sind nur einige Beispiele dafür. Oliver hatte sich damals die Schuld gegeben. Die Autorin ermöglicht mir einen tiefen Blick in seine Seele. Nicht nur das damalige Verhalten der Kinderbande, auch seine Beziehung zu seinem Beruf hinterfragt er fortwährend. Zu den sprachlichen Höchstleistungen gehören die Verhöre. Die berührendste Szene aber ist die Rede von Arturs Schwester auf der Pressekonferenz. Sie vermittelt den Leuten, dass das Verschwinden ihres Bruders eine Familie zerbrochen und bei allen Spuren hinterlassen hat. Nach und nach wird klar, was geschehen ist. Erschütternd für Oliver ist die Information, wer damals die Fäden gezogen hat. Es war nicht derjenige, der jahrelang als Führer der Bande galt. Die Verflechtungen waren weit subtiler und die Geschehnisse komplexer, als es auf den ersten Blick schien. Hinter dem schönen Schein lebt nicht nur eine kaputte Familie. Unfälle der vergangenen Jahre erschienen im neuen Licht. Als Mörder der Gegenwart kommen viele in Frage. Doch es bedarf lange Zeit, bevor die richtigen Schlüsse gezogen werden konnte, denn der Täter agiert geschickt. Ein Personenregister und eine Danksagung vervollständigen die Geschichte. Das Cover mit dem hellen Licht im Wald und den auf einem Ast spazierenden Fuchs wirkt geheimnisvoll. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die Autorin hat es verstanden, in einer komplexen Geschichte zu zeigen, was Eifersucht, Hass und Vorurteile anrichten können.

  2. Geschenk sagt:

    … führt ihn und seine Kollegen vom K11 zurück in seine eigene Vergangenheit und erweckt längst vergessene Geister wieder zum Leben. Denn vor 42 Jahren verschwand BODENSTEINS bester Freund ARTUR und sein zahmer Fuchs MAXI auf mysteriöse Weise, ohne das ihr Verbleib jemals aufgedeckt wurde. Alles beginnt mit einem jungen Mann, der auf einem Campingplatz Unterschlupf sucht, um seine Drogensucht unter Kontrolle zu bringen. Eines Nachts geht dort einer der Wohnwagen in Flammen auf und in den Trümmern finden die Ermittler einen Leichnam. Schnell stellt sich heraus das der Mann ermordet wurde. Kurz darauf wird eine totkranke Frau in einem Hospiz ermordet und OLIVER BODENSTEIN wird sehr schnell klar, dass die Fälle zusammenhängen und in seine eigene Vergangenheit führen. Als kurz darauf noch weiter Morde geschehen wird klar das der Mörder einer von den Dorfbewohnern sein muss, Menschen die BODENSTEIN seit seiner Jugend kennt. Persönlich involviert überlässt er PIA SANDER, seiner designierten Nachfolgerin, die Leitung der Ermittlungen und diese führen das Ermittlerduo zurück ins Jahr 1972 und dem Verschwinden von BODENSTEINS Jugendfreund ARTUR. Den Ermittlern wird klar, dass das Rätsel des verschwundenen Jungens, der Schlüssel zur Lösung der aktuellen Mordserie ist! Im Laufe der Ermittlungen gerät BODENSTEIN an seine emotionalen Grenzen, zu bitter ist die Erkenntnis, das Menschen, die er seit seiner frühesten Jugend kennt, ein falsches Spiel spielen und offensichtlich mehr in das verschwinden seines Freundes involviert sind als er je geahnt hätte. NELE NEUHAUS versteht es geschickt Spannung aufzubauen und falsche Fährten zu legen, um den Leser in die Irre zu führen. Sie verlegt die Handlung in eine kleine Taunusgemeinde, in der jeder jeden kennt. Wunderbar skizziert sie das kollektive Schweigen, das Verdrängen und das Leugnen der „Dorfgemeinschaft“. Im Laufe der Geschichte legt sie sehr schön dar, welche Auswirkungen die Schuldgefühle und das Leben mit einer Lüge, bei einigen der Protagonisten genommen haben. Die Handlung ist spannen und rasant, wenn man einmal die ganzen Personen etwas „geordnet“ hat, dann erschließt sich vieles von alleine und man kann das Buch nicht mehr weglegen, weil man unbedingt wissen muss was als nächstes passiert. Dabei führt einen die Autorin immer wieder auf falsche Fährten und deshalb ist das Ende dann doch sehr überraschend und nicht vorhersehbar. Um der Handlung Authentizität zu verleihen, war es nötig, viele Personen zu erfinden und diese in die Handlung einzubinden. Anders lässt sich eine Dorfgemeinschaft nicht glaubhaft darstellen. Ich bin selber in so einem Dorf aufgewachsen und weiß daher, dass irgendwie alle miteinander bekannt und um einige Ecken verwand sind. Das ist allerdings so ein bisschen das Manko von „Im Wald“, es sind unheimlich viele Figuren und Charaktere die manchmal etwas für Verwirrung sorgen. Im Laufe der Zeit kann man sie etwas „ordnen“, aber zu Beginn musste ich doch das eine oder andere Mal das Personenregister zur Rate ziehen um den Überblick zu behalten. Wie gesagt, für mich das einzige Manko, dem spannenden Lesevergnügen tat das aber keinen Abbruch. „Im Wald“ ist der vorerst letzte Fall mit Hauptkommissar OLIVER VON BODENSTEIN, der sich eine einjährige Auszeit nimmt. Ich bin gespannt wie es mit seiner Nachfolgerin PIA SANDER weiter geht und ob BODENSTEIN doch zu seinem Comeback kommt. Mein Fazit: Ein wirklich spannende Lektüre bei der Krimifreunde voll auf ihre Kosten kommen. Bei Romanen von NELE NEUHAUS gefällt mir immer ganz besonders das ihre Charaktere Menschen wie Du und Ich sind, mit ganz normalen Alltagsproblemen und normalen menschlichen Regungen. „Im Wald“ ist bereits der 8. Fall des Ermittlerduos SANDER (KIRCHHOFF)/BODENSTEIN, trotzdem können sich Neueinsteiger ohne Probleme dieses Buch zulegen, Vorkenntnisse sind zum Verständnis der Handlung nicht erforderlich. Meine Bewertung: 9 von 10 Punkten.

  3. Geschenk sagt:

    Ggf. Spoiler enthalten >>>>>>>> Ich bin sehr enttäuscht von diesem Roman. Da wartet man ein Jahr auf den neuen Krimi von Nele Neuhaus und dann kommt das dabei raus … Ich finde es schon komisch, dass Artur bis dato in keinem Buch , auch nur ansatzweise eine Rolle spielte, oder der heißgeliebte Maxi! Bodenstein ist in diesem Buch, mehr mit sich beschäftigt und bleibt als Charakter farblos. All die Namen, die Verwandtschaftsverhältnisse , die damaligen und heutigen Verhältnisse , waren zu verwirrend . Pia spielt auch eher eine Nebenrolle, nur im letzten Teil des Buches, wird es ansatzweise spannend . Das Buch beginnt vielversprechend, aber leider zieht sich die Handlung, wie Kaugummi , nur dass es noch fad dazu ist . Es ist eigentlich mehr Millieustudie, als Krimi . Wenn ich diesen Krimi mit dem Vorgänger *Die Lebenden und die Toten * vergleiche, dann ist dieses hier eher eine kleine Geschichte und kein Krimi, der mich die Nächte wachgehalten hat . Des Rätsels Lösung , in diesem Fall, absolut unspektakulär Dann das offene Ende, was Bodenstein betrifft, was soll das ? Das Bodenstein und Sander nur zusammen zu dem werden konnten, was sie bis zum vorherigen Krimi geworden sind, steht für mich außer Frage .Also kommt Bodenstein auch zurück . Ich habe teilweise nicht glauben können, dass manche Sätze aus der Feder von Nele Neuhaus entstammten .(siehe Anhang ) Ich werde mir beim nächsten Roman stark überlegen, ob ich nochmal 23 € ausgeben werde, oder auf das TB warte . Da ich mich lange durch dieses Buch gequält habe und dieses das erste Buch war, bei dem ich eingeschlafen bin, gebe ich 2 Sterne und das auch nur aufgrund des letzten Drittels …..

  4. Geschenk sagt:

    Bisher habe ich alle Bücher der Taunus-Reihe mit den Ermittlern Bodenstein und Kirchhoff/Sander gelesen und mich sehr gefreut, als ich das neue Buch zum Geburtstag bekam. Leider wurde ich enttäuscht und das Buch kann, meiner Meinung nach, nicht an die Vorgänger anschließen. Sehr langatmig und über viele Seiten passiert eigentlich nichts. Die andauernden Selbstzweifel und Gedankengänge von Bodenstein fand ich zuerst langweilig, dann übertrieben und nachher schon fast nervig. Man hätte das Buch um eineige Seiten reduzieren können, dann wäre vielleicht auch Spannung aufgekommen. Alle Vorgänger der Reihe habe ich wirklich verschlungen und konnte sie nicht aus der Hand legen. Für dieses Buch habe ich mehrere Wochen gebraucht und musste mich fast aufraffen um es zu Ende zu lesen. Schade!

  5. Geschenk sagt:

    Schon den Anfang empfand ich als langweilig, habe aber mangels Alternativen weitergelesen. Irgendwann war mir nicht nur die unüberschaubare Menge an Personen einfach zu viel, sondern auch die Klischees. Keines wurde ausgelassen. Selbst der PC konforme Kommissar durfte nicht fehlen. Schade, aber die Qualität von „Schneewittchen“ scheint Frau Neuhaus nicht mehr zu erreichen. Ich bin jedenfalls froh, das Buch nur geliehen und dafür kein Geld ausgegeben zu haben.

  6. Geschenk sagt:

    Das Buch hat für mich recht vielversprechend begonnen. Der Fall machte einen spannenden und interessanten Eindruck und durch den angenehmen Schreibstil kommt man recht schnell voran. Leider ist für mich die Spannung relativ schnell auf der Strecke geblieben. Der Leser wird von unzähligen Namen, Erlebnissen aus der Vergangenheit und Verwandschaftsbeziehungen erschlagen. Es gibt zwar ein Glossar über die einzelnen Personen, aber für mich muss ein Buch auch ohne dies funktionieren und das hat es hier nun leider nicht. Ich bewundere ja wie die Autoren hier selbst den Überblick behalten. Ich fand es wirklich schwierig zu überblicken welche Person zu wem gehörte und was getan hat, dies hat meine Lesefreude dann ziemlich schnell gebremst. Auch die Handlung konnte mich immer weniger überzeugen und größtenteils fehlte mir einfach die Spannung. Die Geschichte wird sehr langatmig erzählt und die Personengeschichten werden auf über 500 Seiten ausgeschlachtet, hier hätten 100 Seiten weniger auch gereicht. Das Buch war nun nicht generell schlecht, es gab auch einiges was mich unterhalten konnte, aber als Gesamtwerk fehlte mir dann leider etwas und ich war am Ende einfach nur froh fertig zu sein.

  7. Geschenk sagt:

    Ich habe mich sehr auf das neuste Buch von Nele Neuhaus gefreut und war super enttäuscht. Auch für meinen Geschmack waren zu viele Personen mit zu vielen Verbindung in das Buch gepresst. Total irritierend war darüber hinaus, dass auf den letzten 30 Seiten gefühlt alles komplett auf dem Punkt gebracht wird. DIE WENDUNG schlechthin und der Mörder wird entlarvt. Ziehen sich alle vorherigen Beschreibungen wie Gummi, ist plötzlich das Buch zu Ende. Sehr traurig und super schade. An die Spannung und dem Glanz der vorherigen Bücher kommt hier gar nichts ran. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich mich auf ein nächstes Buch noch mal so freuen sollte.

  8. Geschenk sagt:

    Am Waldfreundehaus in Rupertshain brennt ein Wohnwagen ab. In diesem Wohnwagen finden die Ermittler Pia Sander und Oliver von Bodenstein, mit ihrem Team, eine verbrannte Leiche. Der Wohnwagen gehört der Mutter eines alten Schulfreundes von Oliver. Kaum haben die Ermittlungen begonnen, wird genau diese Frau umgebracht. Oliver und Pia stellen fest, dass es ein tiefliegendes Geheimnis geben muss, dass direkt aus Olivers Kindheit zu kommen scheint. Kann Oliver objektiv bleiben? Schafft es Pia, die Ermittlungen zu leiten? Werden sie das Geheimnis lüften und den Mörder finden? Für mich war es der erste Krimi den ich von Nele Neuhaus gelesen habe. Ich war zuerst etwas skeptisch, da ich viel von den ausführlichen Ortsbeschreibungen und der großen Personenzahl gehört habe. Leider gibt es immer wieder Autoren, die damit eher Langeweile als Spannung verbreiten. Nele Neuhaus hat es in meinen Augen aber geschafft, gut mit den vielen Personen und deren Geschichten zu jonglieren. Jede Person hatte eine Daseinsberechtigung und einen Platz in der Geschichte. Zwischendurch habe ich zwar mal den Überblick verloren aber für mich hat es das eher spannender gemacht, da ich so zum Schluss nicht mal einen Verdacht in die richtige Richtung hatte. Mein einziges Manko sind die vielen Ortsbeschreibungen. Da geht es mir nicht darum, dass das Aussehen eines Ortes beschrieben wurde, sondern die vielen Ortsnamen, Straßennamen, Fahrtwege usw. Damit konnte ich nicht wirklich was anfangen und kam öfter durcheinander. Dadurch hat es sich am Anfang leider etwas für mich gezogen und ich musste aufpassen, dass ich diese Stellen nicht nur überfliege. Zum Glück wurde das zum Ende hin besser. Der Fall hat sich für mich oft in eine unerwartete Richtung entwickelt und plötzlich kamen Leute und Geschehnisse ins Spiel, an die ich vorher nicht mal gedacht habe. Nele Neuhaus hat mich in diesem Fall, auf der Suche nach dem Mörder und dem Geheimnis der Vergangenheit, oft auf die falsche Fährte geführt und mich rätseln lassen. Ich werde die anderen Teile der Reihe auch noch lesen. Von mir gibts eine Empfehlung.

  9. Geschenk sagt:

    Als auf einem Campingplatz im Wald in der Nähe von Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen aufgeht, denkt man zuerst an Brandstiftung. Doch als eine verkohlte Leiche entdeckt wird, schaltet sich die Kripo Hofheim ein und die beiden Ermittler vom K11 – Pia Sander und Oliver von Bodenstein – werden an den Tatort gerufen. Kurz darauf geschehen zwei weitere Morde, welche vor allem Oliver von Bodenstein stark belasten – denn er kannte beide Opfer seit seiner Kindheit, ist er doch selbst in Ruppertshain aufgewachsen. Was nun folgt, ist ein Spiel gegen die Zeit, denn alle sind sich einig – das nächste Opfer steht sicherlich schon auf der Liste des Mörders. Die Ermittlungen bringen den Kommissar an die Grenze des Erträglichen, denn sie scheinen im Zusammenhang mit dem Verschwinden seines damaligen besten Freundes Artur im Sommer 1972 zu stehen – doch ein ganzes Dorf steht den Vorfällen – damals wie heute – schweigend gegenüber. Mit „Im Wald“ hat die Autorin Nele Neuhaus bereits ihren achten Regionalkrimi mit den beiden Ermittlern Oliver von Bodenstein und Pia Sanders herausgebracht. Schlägt man das Buch zum ersten Mal auf, sieht man direkt zwei Pläne der Umgebung, in welcher die Geschichte spielt sowie ein langes Personenregister, was im Laufe der Geschichte immer wieder zum Nachsehen einlädt, sollte man mit den Namen der Ruppertshainer Bürger vielleicht etwas durcheinanderkommen oder sich einfach nochmal vergewissern, wie die verwandtschaftlichen Verhältnisse sind. Ich kenne bereits alle bisher erschienenen Teile und könnte mir vorstellen, es ist eine gewisse Erleichterung beim Lesen, zumindest die immer wieder vorkommenden Personen bereits zuordnen zu können und sich so „nur“ mit den vielen neu auftauchenden Namen zu beschäftigen. Schon nach dem Lesen des Prologs schafft es Nele Neuhaus, eine Spannung zu erzeugen, so dass man zumindest das Gefühl hat, direkt weiterlesen zu wollen, um zu verstehen, was hier geschehen ist. Jedes Kapitel beginnt nachfolgend mit einer genauen Zeitangabe, so kann man direkt zuordnen, wann etwas geschieht. Bei „Im Wald“ steht Oliver von Bodenstein deutlich stärker im Vordergrund der Handlung als Pia Sander, da er direkt im Ort des Geschehens aufgewachsen ist und auch eine furchtbare Kindheitserinnerung wieder aufkommt, welche er verdrängt, aber nie vergessen hatte. Doch natürlich hat auch Pia ihren Anteil bei den Ermittlungen und so ist es auch bei diesem achten Teil wieder ein Team, von dem es hoffentlich noch viele weitere Fälle zu lesen gibt. Mir hat auch dieser Teil spannende Lesestunden beschert, wobei ich zwischenzeitlich froh war, das Personenregister zum Nachsehen zu haben. Erschienen ist das Buch im Ullstein-Verlag. Auch das gleichnamige Hörbuch ist bereits im Hörbuch-Hamburg-Verlag erhältlich.

  10. Geschenk sagt:

    Schon der Umfang des Buches macht deutlich, dass Nele Neuhaus bei ihrem neuen (und vielleicht für Kommissar von Bodenberg fast letzten) Fall weit ausholt. Und so ergibt sich auch während der Lektüre eine Erzählung aus verschiedenen Perspektiven heraus, die von Bodenberg und seine Assistentin Pia nicht nur tief in den Wald des Taunus führen werden, sondern auch ebenso tief in die Vergangenheit Oliver von Bodensteins. Denn um diesen verbrannten Wohnwagen auf dem einsam gelegenen und um diese Jahreszeit nicht bewohnten Campingplatz im Wald im Taunus und der in diesem Wohnwagen gefundenen „Brandleiche“ tauchen mehr und mehr Personen, Verdächtige, Zeugen, Menschen auf, die von Bodenbergs Jugend mitgeprägt haben. Sei es der alte „Bandenführer“ aus der Grundschule, sei es der unwirsche Schlosser im Dorf, der ebenfalls „Schulfreund“ von Bodenbergs ist. Das in den Verhältnissen der Kindheits- Jugendbekanntschaften in vielerlei Hinsicht nicht alles zum Besten gestellt ist, das wird bald klar und genau für diese Verhältnisse, für die Beziehungen untereinander, für von Bodenbergs innere Entwicklung und für Pias ebenso intensive innere Befürchtungen, dass aus dem „Sabbatical“ ihres Vorgesetzten und Partners ein Abschied auf immer werden könnte, dreht sich so ziemlich genauso viel in diesem neuen Kriminalroman der Autorin, wie um den Fall selbst. Wobei ein guter Teil all dieser hintergründigen Abläufe zwischen und in den Personen durchaus mit dem Fall zu tun haben wird. Das zudem ein ausgeprägtes Lokalkolorit in bester Weise die Atmosphäre des Romans mitbestimmt, das ist bei Nele Neuhaus nichts Neues und sorgt, wie immer, für eine authentische und stimmige Rahmung der Handlung. Und das alles in Ruppertshain, was ansonsten ein eher verschlafener kleiner Ort im Taunus ist. Es wird daher dauern, bis aus der Vielzahl der Informationen und alter und neuer Geheimnisse sich so etwas wie ein roter Faden der Ermittlungen ergeben wird. Was die ein oder andere Länge in den Ablauf setzt, die trotz der sehr flüssigen und erzählfreudigen Sprache der Autorin dem Leser die ein oder andere Geduldsprobe nicht erspart. Mit überraschenden Wendungen und einer sich langsam aufbauend Bedrohung und Gefahr zum Finale hin, findet Neuhaus ab diesem Zeitpunkt mit deutlich erhöhtem Tempo dann aber selbstverständlich das richtige Maß für knisternde Unterhaltung, in der die vielen losen Fäden der Ermittlungen zuvor sich langsam zu einem Gesamtbild verdichten. Gut im Übrigen, dass Neuhaus an den Anfang des Romans ein ausführliches Personenregister setzt, denn bei der Vielzahl der Namen und Verbindungen zwischen den Personen blättert man schon das ein oder andere Mal zu diesem zurück, um den Überblick zu behalten. Alles in allem sprachlich flüssig zu lesen, die Personen gründlich erkundend und einen doch auch besonderen Mordfall in den Mittelpunkt stellend.

  11. Geschenk sagt:

    Das Buch ist der achte Band der Reihe Kirchhoff und Bodenstein von Nele Neuhaus. Die Rezension bezieht sich auf die ebook-Ausgabe, welche mir vom Verlag Ullstein freundlicherweise über netgalley.de im Austausch für eine ehrliche Rezension zur Verfügung gestellt wurde. Titel: Im Wald Autorin: Nele Neuhaus Erscheinungsdatum Erstausgabe : 14.10.2016 Aktuelle Ausgabe : 14.10.2016 Verlag : Ullstein Buchverlage Fester Einband 560 Seiten Genre: Krimi Inhalt: Pia Sander und Oliver von Bodenstein, Ermittler der K11 in Hofheim, untersuchen einen neuen Fall in Ruppertshain: Im Wald bei Ruppertshain brennt ein Wohnwagen, eine Leiche wird geborgen. Kurz darauf stirbt eine alte Bekannte Bodensteins in einem Hospiz – sie wurde ermordet. Die Ermittlungen führen tief in die Vergangenheit. Meinung: Das ist mein erstes Buch von Frau Neuhaus und ich stehe ihm mit gemischten Gefühlen gegenüber. Das Cover gefällt mir ganz gut; der vorherrschende Blauton in Verbindung mit schwarz lässt die Atmosphäre weniger düster wirken und trotzdem entfachen die einzelnen Bäume ein mulmiges Gefühl der Angst, des Gruselns. Der Titel ist kurz und knackig, meiner Meinung nach etwas zu kurz geraten. Da finde ich die anderen Titel der Nele Neuhaus-Bücher viel interessanter (z.B. „Schneewittchen muss sterben“). Die Handlung ist äußerst spannend und fesselnd, allerdings auch sehr langwierig und verworren, denn die Ermittlungen laufen oft im Kreis bzw. gehen in falsche Richtungen. Das macht zwar ein guter Krimi aus, für mich war das aber ein wenig zu viel des Guten. Dadurch kann die Lektüre für den Leser sehr anstrengend sein, das Lesen des Buchs war für mich eher Arbeit als Vergnügen. Was auch dazu beigetragen hat, waren die vielen Personen mit den vielen vielen Informationen. Der Leser muss höllisch aufpassen, alle Informationen zu merken, um den Faden der Geschichte nicht zu verlieren. Die Auflösung des Falls war für mich tatsächlich überraschend. Zu Anfang des Buchs gibt es eine kleine Karte der Schauplätze und ein Personenregister. Da hat Frau Neuhaus gut mitgedacht, denn diese eignen sich gut als Gedächtnisstütze für den Leser. Die Protagonisten erscheinen mir glaubwürdig, habe sie allerdings nicht in mein Herz geschlossen, wie es bei Hercule Poirot und Miss Marple der Fall war. Wahrscheinlich habe ich nur noch nicht genügend Bücher der Reihe gelesen. Fazit: Eine spannende Lektüre, die mit Arbeit verbunden ist. 3.5 Sterne für dieses Werk.

  12. Geschenk sagt:

    Das lange Warten hat sich wie immer gelohnt. Nele Neuhaus in Topform, spannend von der ersten Seite an wird man von dem Buch mitgenommen in die Vergangenheit einer der Hauptfiguren, durchlebt mit ihr, anders wie bisher, jede erdenkliche Gefühlslage bis zum spannenden Finale. Danke für ein sehr gelungenes fantastisches Buch.

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