Franziskus: Ein Lebensbild: Andreas Englisch
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Franziskus: Ein Lebensbild: Andreas Englisch

Andreas Englisch – Franziskus: Ein Lebensbild jetzt kaufen. 3 Kundrezensionen und 5.0 Sterne. Religion / Theologie /

Pressestimmen

„Der mit Abstand unterhaltsamste Vatikan-Korrespondent aller Zeiten!“ (Markus Lanz, ZDF)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Andreas Englisch ist der bekannteste deutsche Vatikan-Korrespondent. Er wurde am 6. Juni 1963 in Werl in Westfalen geboren. Nach dem Abschluss des Studiums der Journalistik, Germanistik und Sprachwissenschaften an der Universität Hamburg arbeitete er als Redakteur für die Bergedorfer Zeitung und das Hamburger Abendblatt. Im Jahr 1987 wechselte er in das Büro des Springer-Auslandsdienstes nach Rom, dessen Leiter er 1992 wurde. Neben seiner Arbeit als Italien- und Vatikankorrespondent schrieb er Romane und Sachbücher: 1995 erschien der Vatikan-Thriller „Der stille Gott der Wölfe“, 1998 der zweite Vatikan-Krimi „Die Petrusakte“. Auf den Kunstreiseführer „Toskana“ folgte 2002 der Bestseller „Johannes Paul II. Das Geheimnis des Karol Wojtyla“. Im Jahr 2005 erschien „Habemus Papam“, im Jahr 2006 „Gottes Spuren“, das vom ZDF unter dem Titel „Macht der Wunder“ als dreiteilige Dokumentation verfilmt wurde. 2009 veröffentlichte er „Prophezeiungen – Wenn Gott spricht“, 2011 „Der Wunderpapst“ sowie „Benedikt XVI.“, 2013 „Franziskus – Zeichen der Hoffnung“ und 2015 „Franziskus – Kämpfer im Vatikan“. Seine Bücher wurden in neun Sprachen übersetzt. Andreas Englisch lebt mit seiner Frau und seinem Sohn im römischen Stadtviertel Monteverde hinter dem Vatikan.

10 Antworten

  1. Geschenk sagt:

    Seit drei Jahrzehnten lebt Andreas Englisch in Rom und ist wohl einer der besten Kenner der Szene im Vatikan. Er hat eine ganze Menge über die letzten Päpste geschrieben und seine Bücher empfand ich immer sehr angenehm und obwohl er immer innerhalb dieser Szene zubrachte, hat er sich doch nicht dazu bringen lassen Huldigungsbücher zu schreiben. Sachlichkeit steht bei ihm immer an erster Stelle. Das nun vorliegende Buch wird zum 80. Geburtstag von Franziskus erscheinen. Man kann es getrost auch als wunderschönen Bildband bezeichnen. Wohl die Hälfte aller Buchseiten sind mit zum Teil ganzseitigen Bildern bestückt. Sie zeigen den Papst an verschiedenen Orten dieser Welt, das spannende ist für mich jedoch immer wieder neu in das Gesicht von Franziskus zu schauen. Bilder mit seinem Gesicht sind sehr viele in diesem Buch, aber es wird nicht langweilig Franziskus anzuschauen, weil er immer wieder anders aussieht. Da ist der freundlich lächelnde, der tief in sich versunkene, aber auch der lustige und der verunsicherte Papst. Wohltuend empfinde ich es, dass in diesem Buch sich der Text so zurückhält. Viel ist von Franziskus während seiner Zeit als Papst zu lesen und zu sehen. Englisch bezeichnet Franziskus beim polnischen Papst anknüpfend. In Nuancen höre ich leise Kritik an Benedict. Besonders wird dies für mich deutlich, als der deutsche Papst US-Präsident Bush mit allen Ehren empfängt, Franziskus einige Jahre später mit Obama und dessen Gattin auf einem Balkon posieren. Wenig wird über die Herkunft von Franziskus geschrieben. Aber es handelt sich bei diesem Buch eben nicht um eine Biografie. Es ist ein gelungenes Lebensbild von Papst Franziskus der immer wieder überrascht und Zeichen setzt. Ich empfehle dieses Buch sehr gern weiter!

  2. Geschenk sagt:

    Sicher ein gutes Buch. Ich habe es nicht gekauft, obwohl ich die meisten Bücher von Andreas Englisch besitze. Der Grund liegt einfach in der 20 bzw 25 Euro. Da möchte ich denn nicht mehr mithalten. Um die Bewertung hier nicht zu zerstören, habe ich mich an die Vorgaben der anderen Rezessionen gehalten. Hallo Herr Englisch… Vielleicht geht’s auch etwas günstiger. LG SJV

  3. Geschenk sagt:

    Ein eindrucksvoller Text-Bildband zum 80. Geburtstag des argentinischen Jesuiten Jorge Bergoglio. Papst Franziskus hat mit Klugheit und visionärer Kraft die Glaubenszentrale Vatikan von tradierten Machtstrukturen befreit und offenbart der Welt ein authentisches Zeugnis urchristlicher Barmherzigkeit. Die Widerstände in den eigenen Reihen erträgt er mit großer Geduld, weil er von der Notwendigkeit des Umbaus der römisch-katholischen Kirche überzeugt ist. Papst Franziskus ist der große Hoffnungsträger für die ganze Welt, die er mit liebevollem Herzen unmissionarisch zu erreichen versteht. Die dogmatische Theologie steht zur Disposition. Die christliche Botschaft wird durch Papst Franziskus zur Seelennahrung für alle Erdbewohner werden. Eine Revolution in der Kirchengeschichte. Roland R. Ropers Religions- und Kulturphilosoph

  4. Geschenk sagt:

    Sehr interessantes tolles Buch! War ein Weihnachtsgeschenk und der Beschenkte hat sich darüber sehr gefreut. Klare Empfehlung und hochwertige Verarbeitung!

  5. Geschenk sagt:

    Zum wiederholten Mal habe ich Bücher über Amazon gekauft – und werde das nach allen Erfahrungen wieder tun. Bequemer geht es kaum.

  6. Geschenk sagt:

    Vorbemerkung: Dieser Rezension liegen auch Kenntnisse zugrunde von: Englisch: Franziskus – Zeichen der Hoffnung Englisch: Der Kämpfer im Vatikan Politi: Franziskus unter Wölfen Papst Franziskus: Laudato si Hinweis: Der Rezensent betrachtet Papst Franziskus als Organisations-Erneuerer und Erneuerer des Spirits der katholischen Kirche im Sinne von Organisations-Kybernetik, Verhaltens-Dynamik von Organisationen und der durch Päpste und Kurie verursachten Entfremdung von und durch Papst Franziskus die Wiederhinführung zu den Grundsätzen des Religionsstifters Jesus von Nazareth. Zunächst soll ein Blick auf die letzten 3 Päpste (incl. Papst Franziskus) getan werden. Papst Johannes Paul II ging es um die Freiheit des Glaubens und der Freiheit der Glaubenden. Der Glaube war für ihn der Halt, dem es zur Freiheit zu verhelfen galt. Der Glaube wurde nie von ihm in Frage gestellt. Aber er versuchte die Widersacher des Glaubens, vor allem im Ostblock, zu zerstören. Seine Kommunikation stärkt er durch die zentrale Marienverehrung. Nachdem der Ostblock, auch dank des Glasnost und der Perestroika von Michail S. Gorbatschow, zerfallen war, machte sich Papst Johannes Paul II auf, den christlichen Glauben in die Welt zu tragen. Freiheit des christlichen Glaubens weltweit. Das ist seine große Leistung. Papst Benedikt XVI ist und bleibt der Professor im Studierzimmer, den die Menschen nicht interessieren, sondern die Idealisierung des Glaubens. Alles was nicht in diese Idealisierung hineinpasst ist schlecht, muss ausgemerzt oder bestraft werden. Ein inquisitorisches Verhalten. Mit Papst Benedikt XVI haben wir einen Papst, auf den beim Schritt ins Jenseits wahrscheinlich der Satz Jesu zukommt: ‚Richte nicht, auf dass Du nicht selber gerichtet wirst.’. Und die Frage: ‚Hast Du gerichtet ?’. Nun, die Kurie hat ihn schon zu Lebzeiten gerichtet als welt- und politikfremden Kirchen-Monarchen. Das Hervorkehren des Intellekts, die Gnadenlosigkeit seiner Lehrsätze und Auffassungen und seine starke Neigung zu schönen und protzigen Gewändern zeigt einen von der Realität abgewandten aber geltungsbedürftigen Papst. Dieser Papst ist aus der Sicht des Rezensenten beileibe nicht schüchtern. Er mag nur nicht die Nähe und Probleme der Menschen, denn das würde zu einem Denken führen, das er ablehnt. Dieses Denken wäre für ihn unrein. Sowohl Papst Johannes Paul II als auch Papst Benedikt XVI sind glaubensfixiert und fixiert auf das Jenseits, obwohl beide das Jenseits nicht kennen, sondern eine persönliche (Fantasie-)Projektion haben. Und bisheriges Wissen über Nahtod-Erfahrungen klärt das auch nicht. Und ‚glauben’ heißt nicht ‚wissen’. Dann muss erwähnt werden, dass der Kirchenapparat, das Kurien-Beamtentum, nichts mit den Menschen ‚am Hut’ hat. Hier werden persönliche Eitelkeiten, Machtgier, Reichtum etc. als persönliche Zielfunktionen forciert. Papst Franziskus ist nicht glaubensfixiert sondern Barmherzigkeit ist sein zentraler Motor. Er steht also mit seinem Denken und Handeln in der Lebenswirklichkeit mitten unter den Menschen und nicht im abstrakten Jenseits. Er steht da wo Jesus stehen würde. Es geht ihm um den Menschen in seiner Menschlichkeit. Ein Gott, der in seiner irdischen Organisation nichts gegen Hunger, Durst, Armut, Heimatverlust, etc. tut, ist es nicht wert an ihn zu glauben.’. Ich denke, dass das der Kerngedanke der Armen, der Bedürftigen und der Verlassenen ist. Und hier greift Papst Franziskus ein und versucht die größte Not zu lindern und vor allem menschliche Nähe zu zeigen. Menschliche Nähe ist wichtig für die Würde eines Menschen. In seiner Gestalt als helfender Papst besorgt er das Fundament für den Glauben an Jesus und an den christlichen Gott, der gütig und barmherzig ist. Das kann man selbstverständlich auch als eine Projektion betrachten; aber sie ist menschenwürdig, im wahrsten Sinne des Wortes. Die sog. Wandlung des Kardinal Bergoglio zu Papst Franziskus. Papst Franziskus hat 2005 bei der Papstwahl verzichtet, weil seine Widersacher gegen seine Ernennung/Wahl zu jung, zu fett, zu eitel, zu streitsüchtig, zu intrigant, zu machtgierig und zu mächtig waren und gewesen wären, hätte er damals schon begonnen. Dagegen zu kämpfen wäre zu schwer gewesen. Papst Benedikt XVI wie auch die alten konservativen Kardinäle sind nun ausgealtert. Nun konnte 2013 Kardinal Bergoglio sagen, dass es jetzt Zeit ist bzw. die Chance besteht, Papst zu werden und um anzufangen auszumisten und die Kirche wieder menschenwürdig zu machen mit Gottes und Jesu Hilfe. Jesus ist als schlechtes Gewissen gegenüber der Kurie sehr hilfreich. Kardinal Bergoglio war ernst aufgrund der Realität in Argentinien. Durch die Papstwahl musste er sich auf viele Menschen, die nicht nur die Armen darstellen, einstellen. Die Veränderung wurde durch die Menschen auf dem Petersplatz, nachdem er nach seiner Wahl auf die Loggia kam, direkt angezündet. Er kam wie jemand, der zu einer Party willkommen ist und begrüßt dem zur Folge mit ‚guten Abend’ (Buonasera). Und dies machte fühlbar, dass er nicht abgehoben ist, sondern die Nähe der Menschen suchte. Er bekommt sofort diese Zuneigung, die sein besonderes Lächeln aus seinem Innern befreite. Er musste sich nicht neu erfinden. Eine Tür wurde in ihm geöffnet. Der Rezensent nennt so etwas angetriggerte Synchronisation und Resonanz von Schwingungen zwischen Menschen. Daher teilt der Rezensent nicht die Auffassung des Autors, dass sich Papst Franziskus neu erfinden musste. Physiognomische Beispiele finden sich zuhauf in den Büchern des Autors. Man muss nur genau hinsehen. Man sollte mal genau die Augen und die Physiognomie von Kardinal Bergoglio und Papst Franziskus ansehen und vergleichen. Der Rezensent unterscheidet Handwerkliches und Inhaltliches. Die Einblendungen der Kirchengeschichte und der Päpste, die aus der katholischen Kirche das gemacht haben was sie heute ist, ist interessant, gut gewählt und teilweise sogar spannend. Nun zurück zu Papst Franziskus, denn es ist ein Buch über ihn. Barmherzigkeit gibt dem Menschen ihre Würde (zurück) und stärkt dadurch auch die Jesus- und Gott-Verbundenheit, sowohl für den der barmherzig denkt und handelt als auch die, welche Barmherzigkeit empfangen bzw. erfahren. Und Barmherzigkeit geht untrennbar einher mit Warmherzigkeit. Damit ist Barmherzigkeit eine andere synchronisierende Plattform des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, wenn man den religiösen Kontext mit einbezieht. Dies lässt sich sehr schön zwischen den Zeilen des Autors erkennen. Warum bekennt er sich nicht deutlicher dazu? Vielleicht ist diese Zurückhaltung auch Absicht des Autors, um dem Leser Raum und Luft zu lassen für eigenes Denken. Man muss immer bedenken, dass der Autor Journalist ist. Auch bilanziert er zwischendurch oder streut Episoden ein, so dass dieser Kern- oder Grundgedanke sich nicht zu sehr entfaltet. Wenn man genau überlegt, dann ist Papst Franziskus genau zu der Zeit auf die Weltbühne gekommen, als Egomanen wie Trump, Erdogan, Putin und andere ihr (Un-)Wesen entfalten, die Menschen zu beeinflussen und zu manipulieren. Trump macht es über Twitter, um den Verstand und die Meinung zu beeinflussen. Erdogan entzieht Freiheit, um Kommunikation zu verhindern und damit den Verstand einzusperren. Putin beschränkt durch Manipulation die öffentliche Meinung. Schauen wir in die Welt, so finden sich noch mehr dieser Personen und ihren unheilvollen Einfluss auf die Menschen. Solches Verhalten nimmt den Menschen die Würde der Selbstbestimmung und der geistigen Freiheit. Dann haben wir die Eskalation durch die Flüchtlinge, die arm gemacht werden bzw. wurden, durch Krieg, Verfolgung etc. und sich Europa als sichere Fluchtburg suchen. Da hat die Welt und Europa zu lange weggesehen und das muss jetzt wieder in Ordnung gebracht werden, denn die Menschen brauchen ihre Heimat und damit auch ihre Würde. Das muss jetzt aufgearbeitet werden und insbesondere in den osteuropäischen Staaten, denen ja auch geholfen wurde. Nun müssen diese Barmherzigkeit zurückgeben, so wie diese sie erhalten haben. Schlussendlich noch ein Gedanke, der sich an Papst Franziskus festmacht. Man unterscheide in Freundlichkeit, die sehr ernsthaft sein kann, in Höflichkeit und in Fröhlichkeit. Was den Rezensenten allerdings sehr interessiert: Welcher innere Spirit, welcher innere Geist, steckt in Papst Franziskus ? Es ist nicht das Aufräumen. Es ist nicht die Barmherzigkeit und Warmherzigkeit als gelebtes Verhalten. Es muss noch was anderes sein. Vielleicht was ganz Besonderes. Papst Benedikt XVI schreibt sich seine Welt und sein Jenseits zusammen, sogar seine Bücher über sein Verständnis von Jesus gehören in dieses Konstrukt. Ich bezeichne das als Studierstuben-Jenseits und Studierstuben-Religion. Papst Johannes Paul II konzentrierte sich darauf, dem Glauben die Freiheit zu geben und deswegen unter die Menschen zu gehen, um ihn zu verbreiten. Papst Franziskus gibt den Menschen auf warmherzige Weise die Würde zurück und das hatte Jesus auch im Sinn. Noch was zum Handwerklichen des Autors: Das Buch wechselt zwischen verschiedenen Sichtweisen: 1. Stories zu Papst Franziskus 2. Stories aus dem Verhalten der Kirche 3. Stories zum Verhalten der Kurie speziell 4. Stories zum Verhalten der Päpste, insbesondere der beiden Vorgänger J.P. und B. 5. Stories aus der Kirchengeschichte. Alles ist gut vermischt und unterhaltsam. Aber die Frage nach dem inneren Spirit von Papst Franziskus bleibt für den Rezensenten die entscheidende Frage, denn darin steckt die eigentliche Führungs-Qualität von Papst Franziskus. Ich habe das Buch mit großem Interesse und entsprechender Spannung gelesen. Ein Buch für den, der nicht nur liest, sondern auch Gesichter zu lesen vermag und der weiter denkt, in jeder Hinsicht.. Der Rezensent zeigt sich beeindruckt und gibt 5 Sterne.

  7. Geschenk sagt:

    Andreas Englisch enttäuscht eigentlich nie, wenn es um die Berichterstattung aus dem Vatikan geht. Er beschreibt lebendig und informativ. Dieses Mal sind erstaunlich viele Bilder dabei, das liegt wohl an der Mitwirkung des Vatikans.

  8. Geschenk sagt:

    Herrn Englisch ist ein wunderbares Buch gelungen, das Einblicke und Hintergrundwissen über das wirken von FranzIskus vermittelt. In Worten und wunderbaren Bildern. Absolut lesenswert, selbst wenn man nicht gläubig sein sollte.

  9. Geschenk sagt:

    Das Buch vermittelt einen differenzierten Blick auf Papst Franziskus und kann dabei helfen, Schubladendenken zu überwinden. Sehr lesenswert! Leider kommt Joseph Ratzinger nicht sehr gut dabei weg. In diesem Zusammenhang empfehle ich das Buch „Letzte Gespräche“ , um sich ein eigenes Bild zu machen.

  10. Geschenk sagt:

    Andreas Englisch fällt einem notgedrungen in allen Diskussionsrunden des Fernsehens auf. Er bespricht äußerst euphorisch (s)ein Thema, bei dem man kritiklose Liebedienerei vermuten könnte. Aber weit gefehlt, in diesem Buch liest er dem Papsttum bei vorhandenem Wohlwollen kritisch die Leviten bzw. erklärt erkenntnisreich das Wirken bzw. Konzept des Papstes Franziskus. Wir werden in die in die Geschichte(n) des Papsttums bzw. der christlichen Kirche spannend mitgenommen. Andreas Englisch erklärt im gedruckten Wort ebenso klar und unmissverständlich wie im Gespräch. Es gibt viele Dinge, die nicht allgemein bekannt, aber doch notwendig zum Verständnis der katholischen Kirch sind: 1: Das Grab Petrus, welches unter dem Petersdom liegen sollte, wurde erst Mitte des 20. Jahrhunderts als leerstehend entdeckt. 2. In der Frage der heiligsten Stätten des Christentums nimmt Rom nicht die erste Stelle ein, hier gibt es andere, wichtigere: das Patriarchat in Antiochia war im Jahr 34 von Petrus selber gegründet worden, wichtiger war auch Konstantinopel mit dem heiligen Andreas. Zudem gibt es Jerusalem und Alexandria. Im Grunde müssten die Pilger nach Antiochia (in das heutige Antakya) strömen, denn in den Evangelien wurde genau beschrieben, wie Petrus dort das spätere Patriarchat gründete. Mit dem Siegeszug des Islam aber wurde Konstantinopel und Antiochia immer unwichtiger und der Aufstieg Roms begann dank Mohammed. Die Kirchentrennungen (Schisma) sind ein Problem, das der Papst lösen möchte. Franziskus unternahm als eine seiner ersten Amtshandlungen eine Fahrt zu den Patriarchen der orthodoxen Kirche, um eine Aussöhnung zu starten. Die Bilder bzw. Gesten des Papstes verdeutlichen seine von Demut und Aussöhnung geprägte Herangehensweise. Er möchte die katholischen Kirche von der über Jahrhunderte gewachsenen Arroganz befreien und ihr ein neues Konzept der Toleranz geben. So wurde auch die lange leidende armenische Kirche besucht. Die Verbindungen zum Islam werden immerhin auf 4 Seiten abgehandelt, aber eher auf eine Oberfläche, mit zudem falschen Zahlen. Nachdem einige Sklavenhandels-Zahlen verglichen werden, kommt diese Einsicht: „Allerdings gehört die Sklaverei zweifellos über viele Jahrhunderte zur Kultur des Islam. Mohammed hatte selber Sklaven genommen, sie verkauft, eingetauscht und Sklavinnen für sich selbst bis zu seinem Tod bei sich.“ In diesem Zusammenhang ist dieses Buch erhellend bzw. weitaus analytischer: Weltgeschichte der Sklaverei (Beck’sche Reihe) Ansonsten gibt es keine Vergleiche dieser beiden Religionen, nichts über ihre theologische Unvereinbarkeit! Nachdem Johannes Paul II mit dem Imam der sunnitischen Universität in Kairo eine Art Kriegsausschluss-Abkommen der beiden Religionen schloss, warf die Frage von Papst Benedikt XVI nach dem Guten, das Mohammed in die Welt gebracht hätte, wieder alle Gräben zu. Mit dem Treffen am 23. Mai 2016 zwischen Papst Franziskus und dem Rektor der Al Azhar-Universität wurde ein Bündnis gegen den Terrorismus erneuert. Auch hier also neue Töne und Franziskus wäscht Muslimen die Füße. Schön auch das Bild auf Seite 214-15, in dem sich der Papst in der Hagia Sophia aus dem Koran vorlesen lässt. Ich frage mich, ob ihm und dem Autor bewusst ist, dass über 60% des Inhaltes gegen die Ungläubigen gerichtet ist? Solange hier nicht absolute Klarheit und Differenzierbarkeit herrscht, wird sich überhaupt nichts zum Guten wenden. Im Gegenteil. Menschen lesen heute im Koran und in der Bibel im Netz und können Inhalte relativ simpel vergleichen. Sie werden immer ungehaltener, je länger der Papst und Kardinäle ein Bild vorgaukeln, das nicht der Wahrheit entspricht. Aus dieser Haltung erwächst auch die höchst problematische Einstellung des Papstes, der die Armen nach Europa einladen möchte, er ist für einen massenhaften Zuzug von Muslimen. Dieser Papst möchte sich mithin um das Leid der Welt kümmern, er versteht sich als politischer Papst, schreibt AE. Wann immer sich Kirchen um mehr als die Erlösung von Seelen gekümmert haben, sich also in Staatsgeschäfte eingemischt haben, ging es gründlich schief. Und genau aus diesem Grund wird dieser revolutionäre, sozialistische, anti-kapitalistische Papst scheitern. Seine Einstellungen sind jene, die Päpste vor ihm bekämpft haben, z.B. Johannes Paul II gegen die Irrungen des Sozialismus/Kommunismus. Alle Demut hilft nichts, wenn man grundlegende Prinzipien einer säkular verfassten europäischen und amerikanischen Welt nicht begreift, sie marschiert zurück in Zeiten der absoluten Wahrheiten und der moralischen Inquisition. Papst Franziskus trifft in Europa und insbs. Deutschland heute auf eine Art Hippiegesellschaft, deren Versprechen ähnlich hoch sind, wenn es um die Berücksichtigung der Armen geht, während sie aus ihrem BWM 5er aussteigen und ihre Ziele den anderen aufdrängen, um dann schnell davonzurasen. Was hätte Jesus der heutigen Situation entgegnet? Meines Erachtens dies: „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ Wenn man diesen Satz in der echten, aramäischen Bedeutung übersetzt, lautet er: „Ich bin nicht gekommen, um Kompromisse zu schließen. Sondern ich bin gekommen, um Streitgespräche zu führen.“ Wenn man heute Streitgespräche führen möchte um Religionen, dann ist man ….phob. Tatsächlich ist unsere Gesellschaft an einen bitteren Rand des alternativlosen Diskurses gelangt und hat verlernt, was es heißt Freiheit täglich zu sichern und allen zu garantieren. Dieser Papst irrt in seinem auch auf alle(s) gewandten Wahrheitsanspruch („Wirtschaft tötet“) gewaltig und die Scherben dürfen wir alle und unsere Nachkommen auflesen. Seine Grenzüberschreitungen aus dem Raum des Säkularen sind ebenso unangenehm wie anmaßend, sie sind von der Naivität eines kindlichen Ideologen getrieben, der auch seinen eigenen Jesus missversteht. Dieser redete einer Innerlichkeit das Wort, er adressierte den Himmel in sich selbst, aus dem erst jener für alle entstehen könne. Jesus plädierte für eine strikte Trennung zwischen Staat und Kirche. Lukas 20,25: Er aber sprach: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Trotzdem ein hervorragendes Buch, mit gelungenen Bildern, guten, übersichtlichen Texten. Es ist unendlich wichtig, sich genau heute mit diesem Thema zu beschäftigen. Und wenige können das besser erklären als Andreas Englisch.

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