Die Brüder Boateng: Eine deutsche Familiengeschichte. Mit Annotationen Zoom – näher dran!: Michael Horeni
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Die Brüder Boateng: Eine deutsche Familiengeschichte. Mit Annotationen Zoom – näher dran!: Michael Horeni

Bei Amazon.de erhältlich: Die Brüder Boateng: Eine deutsche Familiengeschichte. Mit Annotationen (Zoom – näher dran!), Michael Horeni, Klett, ISBN: 9783126669054: Schnelle und versandkostenfreie Lieferung ✓

Werbetext

»Kevin hatte es viel schwerer als ich. Im Wedding aufzuwachsen ist anders als in Wilmersdorf.«
Jérôme Boateng — Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.

Klappentext

Die Geschichte beginnt im Berliner Wedding in einem Fußballkäfig am Panke-Kanal. Hier sind George (geboren 1982) und Kevin (geboren 1987) aufgewachsen, hier hat auch ihr Halbbruder Jérôme aus Berlin-Wilmersdorf (geboren 1988) das Fußballspielen gelernt. Doch es geht in diesem Buch um mehr als um Fußball und das Spiel mit und ohne Ball. Es geht um Väter und Söhne, um den abwesenden Vater, den afrikanischen Vater und deutschen Rassismus. Es geht um Schule und Ausbildung, um Familie und Vernachlässigung, um Lehrer und Trainer, um männliche Bezugspersonen. Es geht um Ehrgeiz und den Willen zum Erfolg, ums Kämpfen und Aufgeben, ums Hinfallen und Wiederaufstehen und um ein berühmtes Foul. — Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.

10 Antworten

  1. Geschenk sagt:

    So leid es mir tut: ich kann vor diesem Buch nur warnen. Es handelt sich um einen ganz zähen Brocken. Seine Zutaten versprachen etwas ganz anderes: denn ich liebe: – meine Tochter, die dieses Teil für die Schule lesen muss und sich seit Wochen durchbeißt – den FC Bayern und Fußball allgemein Ich schätze: – die FAZ – Berlin Ich interessiere mich: – für das Thema Integration Ich kann nicht leiden: – Michael Ballack Also: um mal schnell der Tochter zu helfen und einfach an einem Nachmittag 50 Seiten vorlesen, beste inhaltliche Voraussetzungen… Was kam dabei heraus: zähes Gelaber, Namen von Fußball-Jugendtrainern, die sich kein Mensch merkt, küchenpsychologische Erkenntnisse („die Glitzerwelt Londons verwirrte Kevin“ :-)), dauernde Sprünge zwischen den 3 Brüdern (wo ist er jetzt, bei Kevin, oder George, oder doch schon wieder bei Jerome – ick weeß och nich…) Also: auch die besten Zutaten machen noch kein leckeres Ergebnis. Es ist mir ein Rätsel, wie sich der Autor mit diesem Stil bei der FAZ halten kann… Deshalb liebe Lehrer: bitte nicht den Schülern verordnen; die Jugend wird Thomas Manns „Tod in Venedig“ spannender und relevanter finden – das meine ich im Ernst.

  2. Geschenk sagt:

    Ein Porträt über 3 Brüder, das sehr wertschätzend geschrieben ist und eine Erklärung für das ein oder andere liefert, dass der interessierte Zuschauer bisher nicht nachvollziehen konnte. Kurzweilige Lektüre für Fans talentierter Fußballer.

  3. Geschenk sagt:

    Ein Buch für die Fans der Boateng-Brüder und für Freunde des Fußballsports. Ich war weder Boateng Fan noch Fußballanhängerin, aber ich interessiere mich für gute biografische Geschichten und dachte diese könnte spannend sein. Die Brüder Boateng haben sich alle drei (mehr oder weniger) einen Namen im Fußballsport gemacht. Mir war bisher nur Jerome bekannt (danke: Faußball-EM). Aber es gibt nicht nur ihn, sondern auch George und Kevin. George hat es leider nicht geschafft und sich zurückgezogen, Kevin spielt für den AC Mailand und Jerome ist beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft. Die drei haben, obwohl Brüder, unterschiedliche Kinder- und Jugenderinnerungen, denn Kevin und George sind in Wedding unter eher ungünstigen Bedingungen aufgewachsen und Kevin lebte mit seiner Mutter in Wilmersdorf, in günstigeren Verhältnissen. Doch alle drei haben den Fußball durch ihre Straßenspiele gelernt und verinnerlicht. Sie waren wild und heiß auf die Fußballvereine und kämpften jeder für sich um ihren Platz in der Mannschaft, in der Familie und den Medien. Einer – hoch gelobt und positiv, der andere, der „Prügelknabe“, der „Treter“. Es werden die Erlebnisse aus den verschiedenen Perspektiven erzählt, es kommen ehemalige Freunde, Bekannte und Lehrer zu Wort, Medienausschnitte und Interviews werden hinzugefügt. Kevin arbeitet nicht aktiv an dem Buch mit, duldet es aber. Die anderen Brüder arbeiten mit und erzählen ihre Erinnerungen und Erlebnisse, was die Familie zusammenhält und auch warum manches genau so eintrat, wie es war. Das Buch lässt sich gut und zügig lesen und selbst für Nichtfußballfans ist es gut verständlich, denn es wird weitestgehend auf Fachbegriffe verzichtet. Man erfährt viel über den Kampf, um ein Spiel in der Mannschaft, was es bedeutet nur zuschauen zu dürfen, die Angst nicht ins Kader zu kommen und das Aushalten des ständigen Mediendrucks. Leider wiederholt sich hier einiges und man bekommt das Gefühl sich im Kreis zu drehen. Der Autor hätte sich hier und da etwas kürzer fassen können, aber dies ist ein subjektives Empfinden. Insgesamt ein gut zu lesendes Buch und für Fans bestimmt vielen spannenden Informationen über die Boatengs und ihr Fußballerleben.

  4. Geschenk sagt:

    Für meinen 12jährigen Sohn war dies die zweite Biografie, die er gelesen hat und in der Zwischenzeit hat er es auch 2 weiteren Freunden geschenkt. Für fussballbegeisterte Teenies ist es perfekt. Gibt auch einen Einblick in die weniger schönen Realitäten des Lebens, weniger glücklichen Mitmenschen in Grossstädten, wenig Geld, wenig Aussichten. Somit gibt dieses Buch auch Anstoss zum Nachdenken über sozial schwächere Menschen und eventuellen Folgen.

  5. Geschenk sagt:

    Eine sehr unterhaltsame Biographie, die auch für Nicht-Fußball-Interessierte sehr unterhaltsam und gut lesebar ist. Allerdings, und dafür leider ein Stern Abzug, hätte es nicht schaden können, fürs Lektorat jemanden zu verpflichten, der sich im Fußball auskennt. Auf Seite 85 heißt es, als allgemein die Rede von der „Deutschen Internationalmannschaft“ ist (deutsche Nationalspieler mit Migrationshintergrund): „(…) Auch Markus Marin ist in Deutschland groß geworden, in Frankfurt. Geboren wurde er jedoch in Gradiska, im heutigen Bosnien-Herzegowina.(…).“ Dabei wurde sogar der (hier nicht ausgewiesene) Akzent auf dem „s“ im bosnischen Ortsnamen korrekt wieder gegeben, nicht aber der Namne des Spielers: Gemeint ist nicht Markus Marin (in den 1990er Jahren 118 Bundesliga-Spiele), sondern Marko Marin (aktuell beim FC Chelsea). Ich bin nicht pingelig, aber so ein Fehler sollte in so einem Buch nicht passieren (gebundene Ausgabe S. 85 bzw. E-Book-Position 1159). Zumal mir beim Lesen zwei weitere Rechtschreibfehler aufgefallen sind, die darauf hindeuten, dass die lektorierte Version nicht sehr gründlich Korrektur gelesen wurde – auch große Verlage scheinen hier zu sparen. Eventuell sind die Fehler aber mittlerweile in der Taschenbuchversion korrigiert worden. Trotzdem: Ein enpfehlenswertes Buch, das gerade durch den Fokus auf drei Personen sehr gewinnt und sich so von den üblichen Fußballer-Biografien abhebt.

  6. Geschenk sagt:

    Interessantes Buch, das auch allgemeine Themen wie die Lebens- und Schulsituation in Berliner Problemvierteln beschreibt und erklärt. Einen Stern Abzug, weil leider nur direkt mit Jerôme und George gesprochen und zusammengearbeitet wurde. Kevin-Prince hatte einer direkten und konkreten Zusammenarbeit nicht zugestimmt und somit musste der Autor mit Drittberichten von Medien, Verwandten und Freunden auskommen. Trotzdem ein gut zu lesendes Buch, das die Beziehung der drei Brüder untereinander und das Leben jedes einzelnen treffend darstellt.

  7. Geschenk sagt:

    Ich bin schon seit Jahren ein Fan der beiden Fußballbrüder und als ich erfahren habe, dass sie ein Buch rausgebracht haben, wollte ich dies unbedingt lesen. Als ich das Buch dann in den Händen hielt, konnte ich es kaum erwarten das Buch zu Ende gelesen zu haben. Also erstmal zum Buch: das Buch ist recht sauber verpackt und gut geschrieben. Können sogar jüngere Menschen lesen, da dies auch im „einfacheren“ Deutsch geschrieben ist. Im Buch erfährt man dann auch alles, wie die Beziehungen der drei Brüder unter sich und mit den zwei Familien und dem Vater aussieht. Ich hab immer gedacht, dass der Vater die Familien verlassen hat und sich nicht um die Kinder gekümmert hat, doch ich muss sagen, dass ich mich getäuscht habe und er ein ganz anderer Vater gewesen ist, als ich mir hätte vorstellen können. Am Anfang wird wird man mitten in die WM und die WM-Vorbereitung von Jerome und Kevin hinein geworfen, nach ein paar Kapiteln beginnt dann die unterschiedliche Lebensgeschichte zwischen den drei Brüdern und wie sie es geschafft haben (oder auch nicht) aus dem Ghetto Wedding rauszukommen. Die Geschichte handelt zum größten Teil von Erzählungen von Georg und Jerome. Kevin selbst wird nicht viel zitiert, da er Anfangs die Mitarbeit verweigert hat. Dennoch: Selbst wenn man die Brüder Boatengs nicht leiden kann, sollte man dieses Buch definitiv lesen. Es geht hier nicht nur um die Brüder, sondern auch darum, wie der deutsche Staat teilweise mit Ausländern umgeht. Warum sonst, ist die Integration bei Kevin gescheitert und bei Jerome nicht? Wer das Buch gelesen hat, wird dann auch die Brüder Boateng verstehen können. Das Buch kann ich wärmstens empfehlen und dies lege ich jedem Fußballfan ans Herz und jedem anderen, der sich nur halbwegs dafür interessiert!

  8. Geschenk sagt:

    Mir hat das Buch sehr gefallen. Ich kann mich mit den Jungs und der Umgebung, in der die Brüder aufgewachsen sind, identifzieren. Schade, dass man relativ wenig von aus der Sicht von Prince erfährt, da er bei diesem Buchprojekt nicht persönlich mitwirken wollte. Defintiv empfehlenswert für Personen die Fussball lieben oder auch einfach auch nur Geschichten aus dem Leben.

  9. Geschenk sagt:

    Das Buch „Die Brüder Boateng“ ist eine Geschichte über den Fußball und über die Integration in Deutschland. Der Autor Michael Horeni erzählt die Geschichte dreier Halb-/Brüder, die in Berlin aufgewachsen sind. Die Biographien erscheinen dabei sauber recherchiert, da der Autor Familienangehörige, Freunde, Lehrer und Trainer zu Wort kommen lässt. Als Leser bekommt man dabei einen guten Eindruck über die Probleme mit denen junge Menschen mit einem sogenannten Migrationshintergrund in Berlin und darüber hinaus zu kämpfen haben. Leider erscheinen die Probleme der einen Brüder ohne Vater aufwachsen zu müssen stellenweise etwas überstrapaziert, wenn der Autor diese Geschichte in nahezu jedem Kapitel von neuem zu erzählen scheint. Die Brüder George und Kevin-Prince erscheinen dadurch etwas in die Mitleidsecke gedrängt wo sie eigentlich nicht hingehören. Der eine hat es immerhin geschafft einer kriminellen Karriere zu entgehen und der andere ist heute ein gefeierter Fußballstar, wenn auch nicht in Deutschland. Der Autor verfängt sich leider in den immer gleichen Geschichten von Integration und dem Aufwachsen ohne Vater. So hat man am Ende, trotz des schönen Lese Flusses, das Gefühl alles schon einmal gelesen zu haben. Weniger Wiederholungen und ein konsequenterer roter Faden hätten hieraus ein richtig gutes Buch entstehen lassen können. So ist das Buch leider mit den genannten Abstrichen zu empfehlen.

  10. Geschenk sagt:

    Der FAZ-Sportjournalist Michael Horeni hat ein bemerkenswertes Buch geschrieben. Wie der Titel schon vermuten lässt, wirft er einen Blick auf die Geschichte der drei Brüder Boateng. Denn neben den prominenten Fußballern und Nationalspielern Kevin und Jerome gibt es noch einen weiteren Bruder: George. Während der Arbeit zu dem Buch traf sich der Autor immer wieder mit George und Jerome. So gelang es ihm, tiefere Einblicke in die Geschichte der Brüder zu erlangen. Kevin konnte leider nicht für das Buchprojekt gewonnen werden, daher beruhen die Zeilen über den ehemaligen Dortmunder auf vorherigen Interviews und auf den Aussagen seiner Brüder, des Vaters sowie anderer Weggefährten. Das Buch zeichnet die bisherige persönliche Geschichte der drei Brüder nach, die in einem „Fußballkäfig“ von Berlin-Wedding begann. Nicht mehr Straßenfußball prägt das Bild im Wedding oder anderen Stadtteilen Deutschlands mit vornehmlich sozial schwächeren Familien, sondern der sog. „Käfig-Fußball“. Es ist eine sehr ambivalente Geschichte, denn die Boatengs wachsen in schwierigen Verhältnissen auf: Kevin und George im Wedding bei ihrer Mutter, Halbbruder Jerome bei seiner Mutter im Wedding. Zerrissen zwischen den nicht leichten Familienverhältnissen finden sie über den Fußball ein starkes verbindendes Element. Doch auf und neben dem Fußballplatz warten viele Schwierigkeiten: Überforderte Schulstrukturen oder eine vor nicht mal zehn Jahren noch ziemlich amateurhafte Nachwuchsarbeit bei Proficlubs wie Hertha BSC Berlin. Die Geschichte der drei Geschwister und der Fußball wirken hier wie eine Lupe auf unsere Gesellschaft, die bis in die heutige Zeit ihr Brennglas auf uns richtet. So begleitet die Brüder von klein auf bis in die Gegenwart auch immer wieder Rassismus. Ein erschreckendes Gesellschaftsbild ergibt sich, wenn Horeni das Jahr 2010 nachzeichnet, als das Schicksal von Kevin nach seinem Foul an Michael Ballack und den öffentlichen Nachwirkungen eine Wendung nimmt. Erhitzte Gemüter forderten gar die Ausbürgerung. Bereits in den Jahren zuvor erhielt Kevin schon das plumpe Etikett des Fußball-Rüpels, der sich nicht im Griff habe und scheinbar nicht in unsere (Fußball-) Gesellschaft passe. Die oberflächliche Außenbetrachtung kann ihn relativ einfach abstempeln und fußballerische Übermotivation zur generellen Charakterfrage erheben. In der Gesamtschau des Buches erkennt man, dass es offenbar bequemer ist, in einfachen Mustern Pauschalisierungen vorzunehmen und einzelne auszugrenzen, als die eigene Gesellschaft zu hinterfragen. Als einer der wenigen war es Jürgen Klopp, der Kevin Boateng zu seiner Dortmunder Zeit immer wieder in Schutz nahm und zu dem der heutige Star des AC Mailand immer noch Kontakt hält. Es ist durchaus beeindruckend, welche Karriere der ehemalige ghanaische Nationalspieler und DFB-Nachwuchskicker anschließend – all den geschilderten Widrigkeiten und sogenannten Expertenmeinungen zum Trotz – genommen hat. Fazit: Das Buch ist sehr empfehlenswert, da es nicht nur aufzeigt wie schmal der Grat zwischen fußballerischem Erfolg auf unterschiedlichsten Wegen (Kevin und Jerome) und einer gescheiterten Fußballkarriere (George) trotz ähnlich hohem Talent sein kann. Sondern es wirft durch die individuelle Geschichte der Boatengs auch einen Blick auf Teilaspekte unserer Gesellschaft und zeigt die individuelle Verletzlichkeit von Menschen auf, wie man sie in der üblichen Fußballberichterstattung nur selten findet.

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