Born to Run: Die Autobiografie: Bruce Springsteen, Teja Schwaner, Alexander Wagner, Urban Hofstetter, Daniel Müller
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Born to Run: Die Autobiografie: Bruce Springsteen, Teja Schwaner, Alexander Wagner, Urban Hofstetter, Daniel Müller

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Pressestimmen

»Born to Run ist Roadmovie, großer amerikanischer Roman, Schundheftchen und wildes, lebensbejahendes Fest. Eine Legende, geschrieben von der Legende selbst.« (Julian Dörr auf süddeutsche.de)

»Born To Run ist eine überaus mitreißende Autobiografie, die nicht nur die eingefleischten Fans von Bruce Springsteen lieben werden.« (news.at)

»Kennen Sie irgendeinen jungen Menschen, der Musik macht? Dann schenken Sie ihr oder ihm dieses Buch!« (Denis Scheck in Druckfrisch, ARD)

»Ein Buch, das so fesselnd und episch ist wie ein Konzert von Springsteen.« (Thomas Hüetlin in Der Spiegel)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Bruce Springsteen wurde in die Rock and Roll Hall of Fame, die Songwriters Hall of Fame und die New Jersey Hall of Fame aufgenommen. Er wurde mit 20 Grammy Awards, dem Academy Award und den Kennedy Center Honors ausgezeichnet. Springsteen lebt mit seiner Familie in New Jersey.

10 Antworten

  1. Geschenk sagt:

    Da war dieser Junge im Alter von 13 Jahren, der eine Springsteen Scheibe zum Geburtstag bekam. Und dieser Junge war plötzlich -zumindest in einem Teil der Welt- angekommen… Mehr als 35 Jahre später, sollte diesem „Jungen“ klar werden, dass er mit dem großen Bruce einige ähnliche Geschichten teilte, und das noch immer tut. Was viele Jahre in seinen Songs angedeutet, und auch konkret besungen ist, wird mit dem vorliegendem Buch vertieft, aufbereitet und erzählt. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten Jahrzehnte seines unglaublichen Schaffens. Sein vorliegendes Buch erzählt manchmal bildgewaltig, manchmal nachdenklich, manchmal vorausschauend,oft humorvoll und immer wieder mit einer fast schon nachgiebigen Sicht auf „die Dinge“, die viele Jahre der inneren „Klärarbeit“ bedurfte. Zu finden sind keine Anklagen an die, die Ihn viele Jahre begleitet haben, die mitunter auch die Auslöser seiner inneren „Dämonenritte“ all die Jahre waren. Er beschreibt eine „Selbstoptimierung 3.0“. Es geht hier nicht um Fitnesstracker und Überwachung der Körperdaten mit entsprechenden Gadgets um sich selber zu optimieren und Leistungsfähiger zu machen. NEIN. Er begibt sich auf das Schlachtfeld der eigenen Dämonen, versucht diese anzunehmen und mit ihnen zu leben.Besiegt hat er sie bis dato noch nicht. Und er tut dies mit Haltung. Die Haltung ist es, seinen Kindern etwas anderes mit auf den Weg zu geben, als das, was er selbst erlebt hat. Das ist um so erstaunlicher, als dass seine Kinder Ihren ureigenen Weg gehen können. Sie sind keine Verlierer wie viele andere Kinder von sog. Stars die „auffällig“ geworden sind, und als D-Promi-Kind irgendwo in den Medien herumgereicht werden. Es gab all die Jahre nie irgendwelche negativen Schlagzeilen. In dem gesamten Konstrukt „ Familie“ ist wohl besonders seine Frau Patty zu erwähnen, die ganz sicher ein unglaublichen Rückhalt darstellte. Das Buch selber strotzt nur von Erzählfreude, ähnlich seiner Spielfreude. Er verspricht in seinen Konzerten – und hält was er verspricht! Sein Buch ist ganz ähnlich gestrickt. Er ist einer von uns allen, und das erzählt er uns Abend für Abend auf seinen Konzerten. Mit seiner Autobiographie tritt er den letzten Beweis hierfür an. Ein Mann mit Haltung,die er auch dann vertritt, wenn „die Dinge“ auch im ersten Moment nicht so scheinen. „God have the mercy on the man, who doubt what he is sure of…“ Zahlreiche Konzerte, dutzende tolle Menschen kennengelernt begleitet von dem Soundtrack meines Lebens… Für Fans ein MUSS, für nicht Fans eine günstige Gelegenheit abseits der bunten Instagram-Superstar-Welt, sich auf das zu besinnen, um was es im Leben geht. Danke Bruce!

  2. Geschenk sagt:

    Kann man als begeisterter Springsteen Fan eine objektive Rezension zu dieser Autobiografie des unangefochtenen BOSS schreiben? Ich will es versuchen. 1) Da ist das Ding Pünktlich geliefert halte ich das Buch zum ersten Mal in den Händen. Was für ein Werk! Die über 650 Seiten machen schon beim ersten Hinsehen wirklich Eindruck auf mich und bieten viele Stunden beste Unterhaltung und Anregung . Sofort fällt auf, dass im Gegensatz zur Biografie „Bruce“ Bruce von Peter Ames Carlin, welches ebenfalls sehr empfehlenswert ist, „Born to Run“ im Verhältnis mit wenig Bildern daher kommt, was auf den ersten Blick vielleicht etwas enttäuscht, auf jeden Fall aber überrascht. Der Fokus liegt klar auf den Worten. Das Buch selbst ist hochwertig und liebevoll produziert. Ein hochwertiges Werk, welches sich im Regal anderer Musiker Biographien auf keinen Fall verstecken muss. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass flankierend zur Autobiographie auch eine CD veröffentlicht wurde: Chapter and Verse Bei Chapter and Verse handelt es sich ausdrücklich NICHT um ein neues Springsteen Album. Vielmehr beinhaltet es eine begleitende Auswahl von Songs, korrespondierend zur Biografie. 2) Hinein ins Vergnügen Inhaltlich empfinde ich den ersten Teil des Buches fast wie ein „Making Off“ von Bruce Springsteen. In exzellenter Sprache und sehr einfühlsam führt uns Bruce durch seine Kindheit und Jugend und beschreibt, wie er für seinen weiteren Lebenslauf geprägt wurde. Der Boss Fan findet „alte Bekannte“ wieder. Beschrieben wird intensiv das schwierige Verhältnis zu seinem Vater bis hin zu der Geschichte von Bruce (Aus-)Musterung, die im Intro von „The River“, der wohl beeindruckendsten Version dieses Liedes, festgehalten auf der 3-CD-Box „Live 1975 – 1985“ Live 1975-1985 Wir erfahren viel über die Ursachen des angespannten Verhältnisses, angereichert um die heute Sicht vom Boss auf die Dinge von damals. Besonders zum Schmunzeln brachte mich die Beschreibung früher Tanzerfahrungen und Tanzunterricht mit seiner Mutter Adele, bei der ich unvermittelt an die Youtube Videos denken musste, in denen Bruce mit seiner hochbetagten Mutter das Tanzbein zu „Dancing in the Dark“ vor zigtausend begeisterten Fans auf der Bühne schwingt. Aufgrund der Tatsache, dass die Bruce sich einen ausführlichen Teil damit beschäftigt, sein Leben vor dem Durchbruch als Musiker zu schildern, entsteht eine Tiefe und Verbundenheit mit dem Menschen Bruce Springsteen, was ich sehr bereichern finde. Heute wird Bruce in der Presse oft als „Arbeiter des Rock’n Roll“, „Stimme der Arbeiterschicht“ oder ähnliches bezeichnet. Durch seine Schilderungen in diesem Buch erfährt man, dass er ohne diese Arbeitereinstellung nie berühmt geworden wäre – geschweige denn den heutigen Erfolg erreicht hätte. Zusammengefasst ist ihm nichts zugeflogen. Aus armen Verhältnissen kommend, musste er oft ums Überleben kämpfen und durch jahrelanges, nahezu brotloses rocken jeder Bühne, die er finden konnte für alle kleinen Stücke seines Erfolges hart arbeiten. Alles, was er erreicht hat, wurde nur möglich, weil er alles andere seinem Traum unterordnete. 3) Was (hängen) bleibt Bruce Spingsteen war, ist und wird immer bleiben ein Ausnahmekünstler der Rockgeschichte. Die Faszination, die er auf den Bühnen der Welt vor gefüllten Arenen ausstrahlt wird durch diese Biografie greifbar und noch zusätzlich unterstützt. Die Menschlichkeit und Authentizität des BOSS ist und bleibt ein Alleinstellungsmerkmal im Musikbusiness. Diese Autobiographie schafft vertiefende Einblicke und prägt die Begeisterung noch mehr in die Herzen der Menschen – sei es bei Hardcore-Fans oder Gelegenheitshörern. Eine absolute Kaufempfehlung. 4) Was noch Zum Buch gibt es auch eine Hörbuch-Variante, gelesen von Thees Uhlmann. Diese Version ist das ungekürzte Buch (nicht selbstverständlich). Das Sprachtempo ist im ersten Hören relativ hoch, jedoch gewöhnt man sich bereits nach wenigen Minuten daran, so dass auch diese Ausgabe empfehlenswert ist: Born to Run: Die Autobiografie

  3. Geschenk sagt:

    Wer das Vergnügen hatte, eines der episch langen Konzerte von Bruce Springsteen zu besuchen, wer zumindest Videoeindrücke solcher „Arbeits-Veranstaltungen“ hat, der weiß und hat vor Augen, wie angespannt, fast starr, wie körperlich arbeitend Springsteen auf der Bühne steht. Da gibt es keinen lockeren Hüftschwung oder kreisende Schultern, den Unterkiefer nach vorne gepresst, der Körper unter Hochspannung und hoher „Traglast“ gespannt. Dass diese Körpersprache zum einen dem Selbstbild des Musikers als „Working-Class-Man“ entspricht, dass hier seine familiären Wurzeln in der rauen Welt der Arbeiterschaft liegen, dass aber diese immense Anspannung (und das Halten und Nutzen der Gitarre teils wie ein schweres Arbeitsgerät) auch der inneren Verfassung des Musikers entspricht, dass liest man mit Faszination in dieser offenen, ehrlichen, in der Sprache authentischen Autobiographie dieses Mannes, einer der weltweit populärsten Rockmusiker und eine amerikanische, sozialkritische Ikone. Dass einer wie er, so überhaupt, Formen der inneren Ruhe erst findet, wenn er vollständig verausgabt und nass geschwitzt nach Stunden die Bühne verlässt, das hat eben nicht nur mit seinem Anspruch zu tun, perfekte und bestmögliche Performance für das Publikum zu liefern („zu arbeiten“), sondern auch mit der Beruhigung eigener, innerer Dämonen, die Springsteen offen schildert. Eine Offenheit, welche diese Autobiographie zu einem dichten, anders als gewohnten „Erlebnis“ macht, die den Leser hineinblicken lässt in die Seele, die innere Befindlichkeit des Mannes. Auf und neben der Bühne. Der Perfektionist ist, der an jedem Song bis Ultimo feilt, der vieles an Musik in der Schublade noch hat, weil es bisher seinen Ansprüchen an Sound, Produktion, Abmischung oder anderem nicht genügt. Der seine Band, die „E-Street Band“ im Gesamten körperlich an den Rand führt. Der tatsächlich „Im Lauf“ ist. Ein stückweit „auf der Flucht“ vor den eigenen dunklen Seiten, ein „Born To Run“, das den Leser teils tief berührt und auf keiner Seite des umfangreichen Buches langweilt. „Und aus diesem Grund rockt die E-Street Band…..Abend für Abend mit der unverminderten Power einer Dampfwalze. Wir sind mehr als ein Konzept……Wir sind eine Philosophie, ein Kollektiv mit einem professionellen Ehrenkodex“. Wiedergeben, was an Leidenschaft der Fans im Raum steht. Nicht nachlassen. Alles geben für „den Job“, die Kunst, die Arbeit. Sichtbar sein, fassbar, alles geben, was man hat, weil das einfach „Ehre“ ist. Das ist die eine Seite. „“Er wurde mein Freund und Ratgeber in einer Zeit, in der ich mich in bedrohlicher Nähe zu meinen inneren Abgründen aufhielt“. Das ist die andere Seite dieser in 40 Jahren gewachsenen Ikone der Rock-Musik, dieses sozialen Gewissens auf der Bühne, des Mannes, der sich nie scheute, Randgruppen und Randthemen in eindeutiger Weise musikalisch zu verarbeiten. Der nie woanders stand als auf der sozialen Seite des „Gewissens“ Amerikas und, letztendlich, der Welt. Man mag seine Musik mögen oder nicht, aber diese Herangehensweise, den „Job“ vollständig ernst zu nehmen, diese dunkle Seite in sich zu versuchen, in Schach zu halten, das beeindruckt. Und das alles in einem Tonfall beschreben, der keineswegs von überbordendem Stolz auf die eigenen Erfolge geprägt ist, sondern schlicht, einfach, offen und rau ein tatsächlich intensives Leben erzählt. Ein Leben, das nie seine Wurzeln vergessen hat, sondern diese als Haut mit sich trägt. Und zugleich lebenslang alles an Energie „verbrennt“, um seine Depressionen ein stückweit auf Distanz zu halten. Indem er körperlich alles gibt, sich an Gewichten und an der Gitarre gleichermaßen verausgabt. Ein Mann, „auf der Flucht“, das aber „Flussaufwärts“ gemeinsam mit „seinen Jungs“, allen voran lange Jahre der „Soubrother Nr. 1“, Stevie van Zandt („Little Steven“). „Wenn ich den Rock’n’Roll entfesseln will, brauche ich bloß Steve eine Gitarre in die Hand zu drücken“. (seit einiger Zeit bereits hat Nils Lofgren diesen Part übernommen) Und einer, der das alles über sein Werk und seine Person, sein Werden und Sein, einfach, schlicht und geradeheraus jetzt im ganzen Umfang mitteilt. Eine überragende Autobiographie, eine offenes „sich Zeigen“ ohne Visier.

  4. Geschenk sagt:

    ….laut, leise, humorvoll, geradlinig, emotional, schweisstreibend, luftraubend, du wünschst dir, es würde ewig so weiter gehen, saugst alles fasziniert auf, läßt dich völlig mitreißen und am Ende bist du irgendwie völlig fertig und verzaubert. Genau wie in seinen Songs nimmt Bruce kein Blatt vor den Mund, das fällt ihm beim Singen häufig leichter als beim Schreiben. Hier im Buch kann er keine Figuren erfinden und zusammenmischen, hier im Buch steht nur er allein da. Kennt man seine Songs und liest seine Erzählungen dazu, fällt es einem so manches mal wie Schuppen von den Augen, worum es tatsächlich geht (auch wenn man es vielleicht geahnt hat). Oder wer die eigentliche Hauptrolle des Songs spielt. Viele Songs klingen nach diesem Buch plötzlich ganz neu, ganz anders. Es hilft, sie zu kennen, aber das muss man nicht. Dieses Buch MUSS man gelesen haben. Egal ob Springsteen Fan oder nicht. Man lernt einen eigentlich ziemlich durchschnittlichen Amerikaner kennen, geboren und aufgewachsen nach dem zweiten Weltkrieg, der in einem Land des ständigen Umbruchs, mit mehr als bescheidenen Mitteln krampfhaft versucht, auf wackeligem Boden Halt und sich selbst zu finden. Und genau wie nach seinen Konzerten, möchte man Bruce hinterher einfach nur auf die Schulter klopfen und Danke sagen. Hatte man einmal das große Glück, ihm persönlich gegenüberzustehen, weiss man, der ist wirklich so. Das Buch ist echt. Das Buch ist einfach Bruce.

  5. Geschenk sagt:

    Bruce Springsteens Autobiographie war seit langem angekündigt, und ich habe ihr mit gemischten Gefühlen entgegen gesehen. Im modernen Musikgeschäft spielen Marketing und Imagekonstruktionen eine derart große Rolle, dass ich mir eine authentische Autobiographie dieses Top-Musikers kaum vorstellen konnte. Tja, und schon nach den ersten drei Dutzend Seiten war ich völlig platt. Ich habe selten eine derartig genaue, reflektierte und eben authentische, autobiographische Schilderung einer Kindheit und Jugend gelesen. Und auch die Beschreibung der ersten musikalischen Schritte, der zunehmenden Professionalität, der vielen Arbeit vor dem Erfolg ist derart ernsthaft und trotzdem mit einem guten Schuss Humor ausgestattet, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Offen gesagt – ich bin durchaus so etwas wie ein Fan, aber keiner, der nun jeden Auftritt, jeden Songtext usw. aufsagen, kann – insofern ist meine Meinung natürlich sehr subjektiv. Aber besonders die Textabschnitte zu Kindheit und Jugend wären ebenso spannend und gut gewesen, wenn der Autor kein Rockstar, sondern ein ganz normales Kind der 1950er und 1960er Jahre gewesen wäre. Im weiteren Verlauf bleibt das Buch von außerordentlicher Qualität. In den Feuilleton-Artikeln wird etwas zu einseitig hervorgehoben, dass Springsteen hier über seine Depressionen Auskunft gibt – das tut er tatsächlich, aber das ist nur eine Facette. Wie er aber über seinen Vater schreibt … das ist einfach großartig, sowohl erschreckend als auch berührend. Ebenso wichtig sind aber die vielen Anekdoten, der hintergründige Humor, mit dem Springsteen erzählt. Das kann er! Für die Musikhistoriker und viele Fans sind die Informationen über die musikalischen Quellen und Anregungen sicherlich auch hoch interessant – für mich waren das die weniger spannenden Kapitel. Natürlich wird der Text die einschlägigen Filter durchlaufen haben, aber angesichts von Springsteens Arbeitsethos und auch seiner Egozentrik kann ich mir kaum vorstellen, dass es wirklich entstellend überformt wurde. Es ist mMn tatsächlich die authentische Autobiographie eines der bedeutendsten Rock’nRoll-Musiker unserer Zeit. Wer hätte das erwartet? Ich nicht. Klare Kaufempfehlung – eben auch für Nicht-Fans.

  6. Geschenk sagt:

    Am erstaunlichten an diesem Buch ist für mich Springsteens großes Talent als Autor. Falls da tasächlich kein Ghostwriter im Spiel war, wünscht man sich insgeheim, dass Mr. S in Zukunft nicht mehr auf Tour geht sondern statt dessen noch zwei bis drei Romane schreibt. Es ist reflektiert, spannend, witzig, berührend, authentisch, voller Seele und trotzdem mit großer Leichtigkeit geschrieben. Andererseits war es für mich als lebenslangen Fan durchaus auch etwas verstörend, den „anderen“ Springsteen kennen zu lernen, von dem man bisher wenig wusste: den von Depressionen und Angstattacken geplagten, seit über 30 Jahren in Therapie und an schlechten Tagen nicht in der Lage, das Bett zu verlassen. Im Prinzip auch ein Aspekt der lebenslangen Suche nach seinem Platz in der Welt, die das Grundthema seiner Songs ist. So offen und unlamoyant er seine Krankheit schildert, ist das Buch sicherlich für viele Betroffene eine große Ermutigung. Ich sehe ihn jetzt mit anderen Augen: weniger Idol, mehr Mensch, greifbarer und verständlicher, verletzlicher, aber keinen Deut weniger bewundernswert. Tolles Buch.

  7. Geschenk sagt:

    Das Entscheidende und Besondere an dem Buch ist für mich, dass es keine Biografie über Springsteen ist, sondern seine eigene, von ihm selbst erzählte Lebensgeschichte. Wo ein Co-Autor vielleicht manche Dinge „gestrafft“ oder „geglättet“ hätte, ist dieses Buch sozusagen „Springsteen pur“. Das muss man auch aushalten können, denn Springsteen macht es dem Leser, wie sich selbst, nicht immer gerade leicht, verschont ihn auch nicht mit seinen normalen Alltagsproblemen, etwa seinen Depressionen, seinem schwierigem Verhältnis zum Vater, seiner Zerrissenheit, seinen privaten Kämpfen und Siegen. Gerade das aber macht die Autobiografie aus meiner Sicht so wertvoll, weil es dem Leser zeigt, woraus Springsteen die Kraft und Energie schöpft, die er in seinen Konzerten auf das Publikum überträgt. Und wenn er etwa stolz berichtet, dass sein Sohn ein einfacher Feuerwehrmann geworden ist, und kein Rockstar oder sonst was Großes, dann nimmt man Springsteen ab, dass er nie vergessen hat, aus welchen einfachen Verhältnissen er kommt und für wen er seine Lieder schreibt – den einfachen Menschen. Fazit: Eine nicht immer einfache Lektüre. Aber wer sich darauf einlässt und zuhören kann und will, wie Springsteen durch seine privaten Kämpfe, seine Siege und Niederlagen zu dem gewachsen ist, der er heute ist, auf den überträgt sich die Kraft und Energie, die Springsteen in seinen Konzerten auf seine Zuhörer überträgt, auch durch das Buch.

  8. Geschenk sagt:

    Millionen von Menschen haben aus seinen Liedern gelernt, Kraft und Mut geschöpft. Jetzt können wir noch sehr viel mehr lernen, weil uns der Mensch hinter den Songs sein Innerstes öffnet. Eine einfache, leise, berührende, sehr menschliche Autobiografie, die unseren Helden dort belässt, wo wir ihn glaubten: auf Augenhöhe mit jedermann. Großartig, dürfte auch den Nicht-Fans gefallen.

  9. Geschenk sagt:

    Nachdem ich das Original von Born to Run gelesen habe, war ich begeistert, obwohl ich kein Springsteen Jünger bin. Diese amerikanische Musikergeschichte, Musikgeschichte, ist ein Kaleidoskop der amerikanischen Ströme, der mit Elvis einsetzt und in der Vielfältigkeit mündet, Trends und epochale Prägungen, erzählt mit der Leidenschaft und der Lebendigkeit von Bruce Springsteen in persona. Frühe Kindheitserlebnsisse, Sozialisation, musikalisch und gesellschaftlich in minutiösen Schritten beobachtet und vor den Füßen des Lesers ausgebreitet.. Wirklich brillant. Doch dann dieses Hörbuch in deutsch. Ich hätte mir wirklich einen altersgleichen, erlebnisähnlichen Sprecher gewünscht. Christian Brückner zum Beispiel. Der mit erfahrener Stimme, authentischen Timbre und Gelassenheit dieses Buch liest. Stattdessen die Stimme eines fast noch pubertär Intonierenden Thees U. zu einer prallen, deftigen Biografie. Leider kann ich diesen Sprecher mit diesem Text so garnicht zusammenbringen. Er liest grottenschlecht. Es wirkt als hätte er den Rock’n Roll im Kinderzimmer neben der Carrera Bahn entdeckt und das erzählt er gerade seinen Eltern. Schade. Ein vollkommener Fehlgriff und schade um das monatliche Guthaben. Kleiner Tip lesen sie sich gegenseitig aus dem Buch vor. Das macht mehr Spaß. Es ist ein wirklich gutes Buch und Meilenstein musikalischer Biografie.

  10. Geschenk sagt:

    Dieses Buch hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht, und zwar ausschließlich positiv: – Jedes Wort stammt von Bruce Springsteen, es gibt keinen Ghostwriter. In anderen Autobiografien ohne professionelle Unterstützung geht der dadurch erzielte Gewinn an Authentizität leider oft mit einem Mangel an sprachlicher Ausdruckskraft einher; manchmal geht dies soweit, dass der Text kaum noch lesbar ist, und zwar auch bei Personen, von denen man eigentlich annehmen sollte, dass sie sich auszudrücken verstehen (hallo, Didi Hallervorden). Nicht so hier. Bruce kann schreiben! Keine flachen Witze, keine bemühten Metaphern, keine sensationsgeilen Übertreibungen – stattdessen eine unterhaltsame, eindringliche Prosa, die zur Unterhaltung des Lesers über das inhaltlich Gebotene hinaus beiträgt. Hervorragend, wirklich hervorragend. (PS: Ich besitze die englische Originalausgabe, ob die Sprache im Deutschen ähnlich gut ‚rüberkommt, kann ich daher nicht beurteilen). – Bruce hat sich bisher nur sehr sparsam über sein Privatleben geäußert. Ich finde es verständlich, dass auch öffentliche Personen ihre Privatsphäre schützen, und hätte es ihm auch nicht übel genommen, wenn er es dabei belassen und in seiner Autobiografie den Fokus auf Musik und Band gerichtet hätte. Dies ist bis zu einem gewissen Grad auch der Fall, aber das Familienleben wird durchaus breit geschildert. Was mir besonders gefällt: Der Leser bekommt zum einen die ex-ante-Perspektive geboten, die Dinge werden also aus der Sicht geschildert, wie Bruce sie damals erlebt hat, anschließend folgt aber vielfach eine Reflexion aus heutiger Sicht, z.B. über seine Kindheit, die Beziehung zu seinem Vater usw. – Bruces Autobiografie ist extrem ehrlich, fast schon ein wenig zu hart gegenüber sich selbst. Es wäre nur verständlich gewesen, wenn der Autor sich in einem guten Licht dargestellt hätte – nichts davon! Bruce reflektiert sehr genau, wie er auf andere gewirkt hat, und spricht auch seine Fehler sehr deutlich an, vor allem im Umgang mit anderen Menschen. Man erfährt, dass es nicht immer leicht gewesen sein dürfte, in Bruces Nähe zu sein. – Wer auf Anekdoten steht: es gibt natürlich jede Menge davon. Teilweise werden diese auch mit Humor geschildert, obwohl ich im Großen und Ganzen sagen würde, dass Bruce ein „no-nonsense-guy“ ist, es in seiner Autobiografie also nicht primär darum geht, die Dinge in der Rückschau zu veralbern oder gar zu glorifizieren. Anders gesagt: wenn etwas Scheiße war, dann sagt er auch, dass es scheiße war. – Abschließend sollte ich erwähnen, dass dies kein „tell-it-all“-Buch ist. Bruce spricht dies auch ganz offen an, sowohl im Buch als auch in Interviews: ihm war es wichtig, niemanden zu verletzen, deshalb hat er das Eine oder Andere unerwähnt gelassen. Ich verstehe das und finde es auch in Ordnung. – Weil in Kürze Wahl ist: Politik kommt vor, Bruce macht keinen Hehl aus seiner politischen Orientierung und schildert auch breit seine Mitwirkung an den Kampagnen von Kerry und Obama. Er spricht aber weniger über Demokraten und Repubikaner, als mehr über die Divergenz zwischen dem, was Amerika ist, und dem, was es seiner Ansicht nach sein sollte, vor allem in sozialer Hinsicht, aber auch in Bezug auf die Rolle der USA in der Welt. Fazit: Wenn ich das Buch in einem Wort zusammenfassen müsste, könnte ich mich nicht zwíschen „intelligent“ und „unterhaltsam“ entscheiden. Bruce ist ein extrem genauer Beobachter seiner selbst und der Dinge um ihn herum, und er versteht es meisterhaft, den Leser zu fesseln. Herausgekommen ist eine überragende Autobiografie, die sprachlich und inhaltlich Ihresgleichen sucht. Definitiv nicht nur für Springsteen-Fans, sondern überhaupt für jeden, der sich für das Leben in Amerika der letzten 60 Jahre interessiert. Oder für einLeben mit Depressionen. Oder für das Leben eines Rockstars. Oder die Pferdezucht. Oder oder oder…

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