BLACKOUT – Morgen ist es zu spät: Roman: Marc Elsberg
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BLACKOUT – Morgen ist es zu spät: Roman: Marc Elsberg

Marc Elsberg – BLACKOUT – Morgen ist es zu spät: Roman jetzt kaufen. 1716 Kundrezensionen und 4.3 Sterne. Belletristik / Kriminalromane

Pressestimmen

„Elektrisierend: In dem beklemmenden Wissenschaftsthriller beschriebt der Österreicher Marc Elsberg die mörderischen Folgen eines Stromausfalls in Europa.“ (STERN)

„Selten genug, dass ein Sachbuch gleichzeitig ein spannender Thriller ist. Doch Marc Elsberg hat genau dieses Kunststück mit seinem Bestseller ‚Blackout‘ geschafft.“ (ComputerBILD)

„Ein Apologet der Furcht.“ (Handelsblatt)

„Hoch aktuell, packend und auch noch gut geschrieben. Marc Elsberg zeichnet ein realistisches Szenario. In Erinnerung bleibt ‚Blackout‘ vor allem, weil das, was erzählt wird, durchaus Wirklichkeit werden kann“ (rbb Inforadio Kulturradio)

„Super spannend.“ (Neue Westfälische)

„Marc Elsbergs ‘Blackout’ ist ein Muss. Unglaublich fesselnd geschrieben.“ (Rheinische Post)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Marc Elsberg wurde 1967 in Wien geboren. Er war Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »Der Standard«. Heute lebt und arbeitet er in Wien. Mit seinen internationalen Bestsellern BLACKOUT und ZERO etablierte er sich auch als Meister des Science-Thrillers. Beide Thriller wurden von »bild der wissenschaft« als Wissensbuch des Jahres in der Rubrik Unterhaltung ausgezeichnet und machten ihn zu einem gefragten Gesprächspartner von Politik und Wirtschaft.


Produktbeschreibung des Verlags

13 Antworten

  1. Geschenk sagt:

    Ein Stromausfall, der sich von Italien und Schweden über Gesamteuropa ausweitet legt das öffentliche Leben weitestgehend lahm. Kein Strom, keine Heizung, kein fließendes Wasser, kein Benzin, keine Lebensmittel, keine Kommunikation – und die Behörden und Stromversorger tappen im Dunkeln was die Ursachenforschung und Problembehung angeht. In Mailand kommt der IT-Spezialist mit Hackervergangenheit Manzano der Ursache auf die Spur. In Italien und Schweden wurden vor einigen Jahren die Stromzähler durch sogenannte Smart-Meter, intelligente Zähler mit Software, ersetzt. Genau dort setzt Manzano an, indem er sich mit Hilfe seines Laptops, der noch über Akkukapazitäten verfügt, in den Smart-Meter einhackt und einen Code entdeckt, der die Stromzufuhr deaktiviert. Er versucht seinen Verdacht dem örtlichen Stromversorger mitzuteilen, wird jedoch nur belächelt. Nach einer abenteuerlichen Reise gelingt es ihm, mit Bollard bei Europol Kontakt aufzunehmen, Überprüfungen bestätigen seinen Verdacht. Ein terroristischer Angriff über die Smart Meter ist für den europaweiten Stromausfall verantwortlich. Neben dem Versuch Europa wieder mit Strom zu versorgen beginnen die Ermittlungen, doch die Terroristen scheinen Europol immer einen Schritt voraus zu sein. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Zahlreiche Schauplätze und Handlungsstränge geben einen absolut realistischen Eindruck, wie Europa unter dem Stromausfall zu leiden hat. Die Menschen leiden unter der Februarkälte in immer weiter auskühlenden Wohnungen, unter Hunger und den katastrophalen hygienischen Zuständen, da es weder fließend Wasser gibt noch die Toilettenspülungen funktionieren. Anfangs ist die Solidarität groß, seinen Nachbarn und auch Fremden zu helfen, doch dies ändert sich dramatisch, je länger der Stromausfall anhält und je größer die Not jedes Einzelnen wird. Es kommt zu Plünderungen in Lebensmittelgeschäften, zu Einbrüchen und Überfallen und zu Benzinklau. Glücklich schätzen kann sich, wer auf dem Land lebt, über einen holzbefeurerten Ofen verfügt und einige Nutztiere hält. Die Kapitel sind relativ kurz, die Handlungsstränge und Schauplätze ständig wechselnd, was einen ganz eigenen Drive erzeugt und das Gefühl entstehen läßt mitten dabei zu sein. Ich kam trotz der vielen Handlungsstränge problemlos in die Geschichte, durch die kurzen Kapitel ist immer gleich wieder der Bezug da. Die Charaktere hätten vielleicht etwas mehre Tiefgang vertragen können, allerdings ist das bei der Vielzahl an Personen vermutlich schwierig. Ich fand das nicht weiter störend, da der Thriller im wesentlichen von den sich überstürzenden Handlungen und vielfältigen Schauplätzen lebt. Marc Elsberg ist mit „Blackout“ ein packender und schockierender, zum nachdenken anregender Thriller gelungen, der von der ersten bis zur letzten Seite eine atemraubende Spannung hält. Eine Spannung, die teilweise schon fast unerträglich ist. Für mich eines der Highlight dieses Jahres, ein Buch das den Leser in Atem hält und das man so schnell nicht vergisst. Wer sich für das Thema interessiert, sollte sich die Studie des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung „Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen und lang andauernden Ausfalls der Stromversorgung“ im Internet durchlesen. Ebenso gibt es bei Wikipedia eine sehr gute Erklärung zum „Smart Meter“, dem intelligenten Stromzähler.

  2. Geschenk sagt:

    Eigentlich wollte ich Blackout schon vor langer Zeit lesen … eigentlich. Immer wieder war ich kurz davor aber stets hat sich ein anderes Buch vorgedrängt. Nun habe ich mir vor ein paar Wochen das E-Book auf den Kindle geladen und habe endlich mit Lesen begonnen. Für mich war es das Zweitbuch das ich immer wieder zur Hand genommen habe um darin zu lesen. Den 800 Seiten Klopper an einem Stück zu lesen, also ohne ein anderes Buch dazwischen, war gar nie meine Absicht und mein selbst vorgegebener Zeithorizont bewegte sich bei rund zwei Wochen. Meiner Meinung nach eignet es sich für diesen Zweck sehr gut, da es einerseits kurze Kapitel hat nach denen man das Buch weglegen kann und man andererseits selbst nach einem Unterbruch von ein paar Tagen den Handlungsfaden sofort wieder gefunden hat und gedanklich rasch in der Geschichte drin ist. Dies ist möglich, weil die Handlung nach dem rasanten Start und der Ausgangslage, wie sich den Protagonisten präsentiert, nur langsam voranschreitet. Zum Buch selbst und zum Inhalt braucht man vier Jahre nach Erscheinungsdatum nicht mehr viel zu schreiben da es ausser mir wohl schon jeder gelesen hat. Stromausfälle gibt es in lokal begrenztem Raum immer wieder und wir sind es uns gewohnt, die Ruhe zu bewahren und ein par Minuten oder maximal ein bis zwei Stunden zu warten bis der Strom wieder fliesst bis unser gewohntes Leben weitergehen wird. Niemand ist deswegen ernsthaft beunruhigt. Wir haben vollstes Vertrauen in die Elektrizitätswerke und ihre Belegschaft. Man könnte auch sagen, die grosse Masse der Bevölkerung ist in dieser Beziehung träge und unvorsichtig geworden. Das unterscheidet diesen Katastrophenroman von anderen reisserischen Büchern dieses Genres. Während andere Romane bereits nach ein paar Stunden ohne Elektrizität von massiven Unruhen ausgehen, bleibt es in dieser Geschichte mehrere Tage relativ ruhig bis die Menschen ihr Vertrauen in die Technik verlieren und ihr phlegmatisches Verhalten soweit verändern bis es zu Ausschreitungen kommt. Der Schriftsteller Marc Elsberg kommt lange ohne billige Actionszenen aus und schafft es dennoch die Leser an das Buch zu fesseln. Mit vielen schnellen Schnitten zu Schauplätzen über ganz Europa hinweg lässt er die Stromversorgung von Italien bis Schweden über den Kontinent in sich zusammenbrechen. Die Ursachen bleiben den Stromkonzernen und den Regierungen ein unlösbares Rätsel ebenso wie die Verursacher und deren Motive. Elsberg bringt zu Beginn viele Figuren ins Spiel und der Leser bemerkt erst nach und nach welche Personen wichtig für die Geschichte sind. Hat man am Anfang das Gefühl, die Auswahl der Menschen sei willkürlich, bemerkt man mit der Zeit, dass sie untereinander auf verschiedenste Weise verbunden sind. Dies hat der Autor geschickt eingefädelt. Leider wirken die Protagonisten selbst etwas plakativ. Jeder hat seine fixe Rolle die er innerhalb der Szenerie übernimmt und entwickelt sich kaum weiter. Angesicht der drastischen Umstände eher unwahrscheinlich. In dieser Geschichte muss eine Unmenge an Recherchearbeit seitens des Verfassers liegen. Wahnsinn was er in unterschiedlichsten Belangen für Informationen in die Geschichte packt ohne das es belehrend wirkt oder zu übertrieben ausführlichen Passagen führt. Generell scheint er ein geduldiger Erzähler zu sein, der sich alle Zeit nimmt das Geschehen zu schildern. Die 800 Seiten erachte ich als Beweis für meine Vermutung. Geschrieben ist es im üblichen Stil der Spannungsromane und der Inhalt und die Thematik ist auch für Menschen die kaum bis wenig lesen gut zu verstehen. Ein sehr lesens- und empfehlenswerter Katastrophenroman. Vor allem wegen dem realistischen Szenario das Marc Elsberg entwirft, beschreibt und konsequent bis zum Schluss verfolgt. Randnotiz: Das ich dieses Buch nicht als gedruckte Ausgabe auf Papier gelesen habe sondern als E-Book fühlt sich bei einer Geschichte mit ausbleibendem Strom irgendwie etwas seltsam an.

  3. Geschenk sagt:

    Da kann einem Angst und Bange werden. Ich finde es bemerkenswert ,wie der Autor so viel Wissen über die Energieversorgung zusammengetragen hat. Er zeigt die Schwächen unserer Abhängigkeit vom Strom mehr als deutlich auf. Solche Szenarien wurden auch schon in meiner Familie diskutiert, aber immer von den meisten ignoriert. Der Autor gibt hier im Roman sehr einprägsame Hinweise zum Selbstschutz. Das ist kei SF-Roman , sondern Aufklärung pur. Unbedingt lesen !!!

  4. Geschenk sagt:

    Das Buch von Marc Elsberg beschreibt sehr realistisch und eindrucksvoll, welche Folgen ein flächendeckender, mehrtägiger Stromausfall haben könnte. In der heutigen digitalen Welt ist dies auch nicht unrealistisch. Ich glaube nicht, dass Politik, Wirtschaft und die Gesellschaft auf einen solchen Fall vorbereitet sind. Das notwendige Bewusstsein für die Gefahr eines flächendeckenden, mehrtägigen Stromausfalls sollte geschärft und Maßnahmen ergriffen werden. Ein spannender, realistischer Roman!

  5. Geschenk sagt:

    Sehr guter Schreibstiel, angenehm zu lesen. Zeigt sehr realistisch auf, wie abhängig wir vom Strom sind und wie wenig Rückhalt unsere Gesellschaft doch hat. Den Protagonisten empfand ich etwas übertrieben. In quasi einer Oneman-Show löste er alle Probleme allein und konnte den Fängen der Geheimdienste problemlos entfliehen. Schwer zu glauben, dass da nur Schwachköpfe sitzen, die nichts auf die Reihe bekommen. Ein Superstar, wie ihn die Amerikaner in jedem Endzeitszenario zeigen. Da hatte der Autor wohl das Ziel der Verfilmung vor seinem geistigen Auge. 800 Seiten düstere Stimmung, irgendwann ist man froh, dass es vorbei ist (sonst kriegt man ne Depression).

  6. Geschenk sagt:

    Dies ist der Debüt-Roman des 1967 in Wien geborenen Autors, der ebenfalls als Kolumnist der Tageszeitung „Der Standard“ tätig war. Ein Jahr später (2014) folgte der Roman „Zero“, in dem es um Internetüberwachung geht. Zum Inhalt: Der Italiener Piero Manzano gerät an einem kalten Februartag in Mailand in einen Autounfall, weil alle Ampeln ausgefallen sind. Der Grund: die Stromnetze sind zusammengebrochen – der totale Blackout! Als Informatiker kommt er schnell dahinter, dass es sich um einen Hackerangriff handelt. Er versucht die Behörden zu warnen, doch keiner hört ihm zu. Nur Lauren Shannon, eine in Paris lebende US-Reporterin schlägt sich auf seine Seite. Als Europol-Kommissar François Bollard ihm endlich zuhört, tauchen in Manzanos Computer dubiose Emails auf, die den Verdacht auf ihn selbst lenken. Unterdessen beginnt der Kampf ums Überleben… Meine Meinung: Ich wette Sie denken das Gleiche, was ich gedacht habe: wow, der Klappentext hört sich super an, tolle Ausgangssituation, vielversprechender Plot, interessante Roman-Idee. Alles korrekt, sogar die Recherche des Autors kann sich sehen lassen! Sie führt dem Leser – der vielleicht noch nie an solch ein Szenario gedacht hat, obwohl es durchaus eintreten könnte! – sehr anschaulich vor Augen, welche Konsequenzen sich durch einen Stromausfall ergeben könnten: die Kassen in den Supermärkten würden ausfallen, ebenso die medizinische Versorgung in Krankenhäusern, die Kernkraftwerke würden zu einer ernsten Gefahr werden und Vieles mehr – ja ohne Strom (und somit ohne Wasser) könnten nicht einmal die Klospülungen betätigen werden. ABER, ja Sie haben es sich wahrscheinlich gedacht, es gibt leider einen großen Kritikpunkt, der auch sofort ins Auge fällt, weil er ein Lesen tw. fast unmöglich macht: viel zu viele Figuren und Locations! Ich habe mir mal die Mühe gemacht und gezählt: im ersten Roman-Drittel (!) werden neben dem italienischen Helden ca. 40 (!!) Figuren namentlich eingeführt und da fehlen z.B. noch all die Antagonisten, die erst später folgen. Im ersten Kapitel liegen zwischen der ersten Einführung des Helden und seiner zweiten Erwähnung ganze 9 Text-Abschnitte mit 19 (!!) weiteren Figuren, ein absolutes No-Go! Wie soll man sich das als Leser alles merken, v.a. wenn man bedenkt, dass man ein 800-seitiges Buch nicht an einem Tag ausliest? Der Autor sollte sich mal bitte in ein Klassenzimmer stellen, wo ihm 20 Schüler vorgestellt werden. Mal sehen, ob er die Namen am nächsten Tag noch memorieren kann. LOL Also Warnung an alle: Allzu lange Lesepausen sind bei diesem Roman tödlich! In jedem Kapitel gibt es mind. 15-20 verschiedene Textabschnitte (manche nur eine Seite oder sogar weniger!) mit natürlich diversen Figuren und Locations. Der Autor greift zwar in den Folgekapiteln die Figuren wieder auf, aber es gibt verhältnismäßig viele Statisten (Figuren mit nur einem Auftritt), trotzdem werden ALLE namentlich genannt, manche erhalten sogar einen Background, den man natürlich einige Seiten später wieder vergessen hat, v.a. wenn zwischen dem erneuten Aufgreifen eines Settings bis zu über 30 Textabschnitte liegen. Da hat man bereits vergessen, wer diese Person ist, geschweige denn wie die Frau und Kinder hießen, die natürlich nichts zur Sache tun – Problem ist nur: wegen den Namen vermutet der Leser bei der Einführung einer Figur zunächst eine gewissen Wichtigkeit, nur um später festzustellen, dass die Figur nie wieder auftaucht. Da fühlt man sich als Leser ziemlich veräppelt. Wenn schon so viel Personal, dann hätte der Autor wenigstens ein Figurenverzeichnis im Anhang mit kurzem Background anfügen können. Nicht nur die erhöhte Figurenanzahl ist ein Problem, sondern auch, dass der Leser in mind. 30 Perspektiven schlüpft – einfach unvorstellbar! Dabei hätten aus meiner Sicht 3 Perspektiven vollkommen gereicht: Manzano als Protagonist mit Shannon an seiner Seite und Bollard als Gegenpol (siehe Klappentext). Und vielleicht noch die Sicht des Antagonisten, aber bei 4 statt 40 Personen hätte der Autor den Figuren mehr Raum geben, tiefer gehen können. So wird jede Location auf 1-2 Seiten angerissen und man wird als Leser mit den Figuren nicht warm. Irgendwann habe ich nur noch den Main Plot gelesen und den Rest quer gelesen und siehe da, ich habe von der Handlung nichts verpasst. Sprachlich ist der Roman auf einfachem Niveau gehalten – wobei die vielen Figuren das Lesen durchaus anspruchsvoll bzw. anstrengend gestalten – was aber am meisten nervt ist der sachbuchmäßige Stil. Dialoge klingen exakt gleich wie der Fließtext (es ist eigentlich gar nicht wichtig, wer spricht, denn ALLES klingt gleich!) und alles zusammen liest sich wie Nachrichten, sprich nüchterne, journalistische Artikel, d.h. viel Infogehalt (jede Kleinigkeit wird genau erklärt, zu genau!), wenig Emotion oder Tiefgang. Der Italiener war mir noch die liebste Figur (obwohl auch sehr klischeehaft), der Rest des Ensembles ist austauschbar. Fazit: Ein Thriller, den ich zeitweise fast zugeklappt hätte, weil er streckenweise unlesbar ist. Für die spannende Roman-Idee und umfangreiche Recherche, die zum Nachdenken anregt, vergebe ich noch 2,5 Sterne, aber mehr war leider nicht drin: viiiiel zu viele Figuren und Locations und es liest sich wie ein nüchternes Sachbuch. Dieser Stoff hätte mit 3-4 Figuren und einem gestrafften Main Plot (s.o.) das Potenzial zu einem wirklich spannenden Thriller gehabt. Wirklich schade! Nicht lesenswert!

  7. Geschenk sagt:

    Packender Roman. Und hervorragend recherchiert. Wer mal wissen will, weshalb der Rat zu „Hamsterkäufen“, Notvorräten usw völlig ohne Kriegsfantasien viel Sinn macht – möge das mal lesen. Bisher lediglich ein Fehler in der der Summe der Informationen gefunden (wer ihn findet.. lasst hören 😉 ). Mir macht quasi fast Sorge, wieviel Informationen dazu Ich selber schon habe. Dank Job, früherem Hobby etc.

  8. Geschenk sagt:

    Morgens führt unser erster Weg ins Bad. Ganz selbstverständlich wäscht man sich, putzt die Zähne, betrachtet sich im Licht der Lampen im Spiegel. Danach geht es zum Frühstücken in die Küche. Aus dem Kühlschrank nehmen wir uns die Lebensmittel, die wir bequem im Supermarkt gekauft haben. Kaffeemaschine oder Wasserkocher sorgen für den perfekten Start in den Tag, bevor es mit Bus, Bahn oder Auto zur Arbeitstelle, zum Einkauf oder in die Schule geht. Ganz selbstverständlich nutzen wir unser Telefon oder den PC, den Herd, wärmen uns dank Heizung im Winter, freuen uns über eine Klimaanlage und kalte Getränke im Sommer. Was wäre, wenn all dies plötzlich nicht mehr möglich wäre? Marc Elsberg schildert dies sehr eindrucksvoll in seinem Thriller „Blackout“. Ein Stromausfall legt Europa lahm. Zunächst geht man noch von technischen Schwierigkeiten aus, die sich innerhalb weniger Stunden beheben lassen. Aus Stunden wird ein Tag, dann mehrere Tage, und es wird klar, dass mehr hinter diesem Stromausfall steckt. Während Kraftwerksangestellte, Regierungen und Sicherheitsfirmen versuchen, die Ursache für den Ausfall zu finden, kämpft die Bevölkerung im kalten Winter zunächst darum, den Alltag in Gang zu halten, später ums nackte Überleben. Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen und mich beim Lesen sehr beschäftigt. Das ein oder andere Mal habe ich mich selbst dabei ertappt, wie ich so sehr in der Story gefangen war, dass ich mich über geöffnete Tankstellen wunderte. Ich war ein Teil der Geschichte, habe sie miterlebt, mitgefühlt und mitgezittert. Dies ist neben der spannenden Handlung, die an keiner Stelle langweilig wird, wohl vor allem dem sehr eindringlichen Schreibstil zu verdanken. Marc Elsberg gelingt es, die komplizierten Zusammenhänge der Stromversorgung verständlich zu beschreiben, ohne ihnen dabei ihre Komplexität zu rauben. Zusätzlich veranschaulicht wurden die Abläufe durch Vergleiche, unter denen sich jeder etwas vorstellen kann (z.B. mit dem menschlichen Blutkreislauf). Vor allem aber hat mich begeistert, dass es nicht nur um die technische Probleme und deren Behebung ging, sondern vor allem auch um die plötzlich auftretenden Probleme in der Versorgung der Menschen und ihr Umgang damit. Elsberg führt dem Leser damit vor Augen, wie unvorbereitet und abhängig wir vom Strom sind und wie schnell diese angespannte Notsituation das Verhalten der Menschen zum Negativen verändert. Die lange Recherchezeit wird in den Ausführungen deutlich und Verweise auf Ereignisse in der nahen Vergangenheit (z.B. Fukushima) machen die Schilderungen sehr realistisch und lebendig. Die Handlung spielt an vielen verschiedenen Orten und es werden sehr viele Personen eingeführt. Am Anfang fand ich dies etwas verwirrend, man findet sich aber gut in die einzelnen Handlungsstränge ein und kann sehr schnell zumindest die wichtigsten Personen zuordnen. Der Wechsel der Handlungsorte sorgt für einen großen Überblick, wie in den einzelnen Ländern mit der Katastrophe umgegangen wird und welche speziellen Probleme sich dort ergeben. Nach und nach finden sich auch Zusammenhänge zwischen einzelnen Orten und Personen. Die Charaktere, vor allem Piero Manzano, haben mir sehr gut gefallen. Sie wurden sehr detailliert und vor allem abwechslungsreich dargestellt. Jeder hat seine kleinen Geheimnisse oder dunkle Seiten und man erhält tiefgründige Einblicke in ihre Gedanken und die Motivation für ihr Handeln. Fazit: Blackout ist ein spannender, realitätsnaher Thriller, der den Leser nicht nur vom Anfang bis zum Ende mitfiebern, sondern auch über das Leben nachdenken lässt. Der leicht verständliche, bildhafte Schreibstil macht die Geschichte und die vielen unterschiedlichen Emotionen greifbar und sorgt für einen angenehmen Lesefluss.

  9. Geschenk sagt:

    Da meine vorhergehenden Rezensenten schon einiges zum Inhalt unterbreitet haben, spar ich mir diesen Teil. Der Wert dieses Buches lässt sich nicht absprechen: es regt zum Nachdenken an. Und zwar so sehr, dass ich schon angefangen habe mir den von der Bundesregierung empfohlenen Notvorrat anzulegen und es auch sicher nicht bereuen werde. „Blackout“ macht deutlich, wie die einzelnen Menschen und Institutionen mittlerweile voneinander abhängig geworden sind und wie angreifbar unsere Gesellschaft ist. Ronald Wright sagte zur heutigen Situation in seinem Buch „Eine kurze Geschichte des Fortschritts: „Als wir die Leiter des Fortschritts empor kletterten, haben wir die hinter uns liegenden Sprossen zerbrochen. Es gibt kein Zurück, das nicht in eine Katastrophe führen würde“. Genau diese Katastrophe hat Marcus Elsberg detailreich skizziert und so realistisch dargestellt, dass einem als normaler Bürger nichts anderes übrig bleibt, als sich zukünftig Gedanken über unsere gesellschaftlichen Verhältnisse zu machen. ABER: Trotz der Anschaulichkeit und der Aktualität des Themas muss ich zwei Sterne abziehen. Die Geschichte fängt zwar spannend ab, lässt aber gegen Ende stark nach – wie ich fand. Es punktete in der ersten Hälfte noch mit dem Schockmoment des Stromausfalls und dessen Folgen, aber dümpelt dann eher langatmig vor sich hin. Es werden meines Erachtens zu viele Charaktere eingeführt bzw. angesprochen, die man getrost hätte weglassen können, ohne dass es dem Inhalt geschadet hätte. Desweiteren haben mich das Ende und vor allem die Ursache des Blackouts etwas unbefriedigt zurückgelassen. Gern hätte ich mehr über die Strippenzieher und deren Motive erfahren (wirkt bisweilen doch eher klischeebeladen) – aber wahrscheinlich lag der Fokus bei Elsberg mehr auf den Auswirkungen dieser Situation. Fazit: Gute Unterhaltung und hinsichtlich der Aktualität des Themas empfehlenswert, allerdings etwas trocken gegen Ende.

  10. Geschenk sagt:

    Die Story könnte spannend und vielschichtig sein. Leider mündet die Geschichte aber sehr schnell in eine mind. 400-500-seitige immer gleiche Zustandsbeschreibung der verschiedenen Standorte und Situationen während und wegen des Stromausfalls. Dagegen entwickelt sich die eigentliche Geschichte sprunghaft und im Hand umdrehen – mal eben so, kein Aufbau, keine spannende echte Entwicklung der Geschichte. Ich habe mich durchgekämpft – und danach echt geärgert. Des Guten, d.h. mind. 400 Seiten, zu viel.

  11. Geschenk sagt:

    Eine interessante Geschichte, die zum Nachdenken über die Vernetzung unserer Welt anregt, so gesehen top aktuell. Technisch sehr gut erklärt und nachvollziehbar, als Thriller aufbereitet und spannend, leider viele Wiederholungen (ich habe es schon beim ersten Erwähnen kapiert, dass Toiletten nicht funktionieren, wenn der Strom ausfällt) und aus einer literarischen Sicht bescheiden, deshalb nur 3 Punkte. Aber dennoch zu empfehlen.

  12. Geschenk sagt:

    …was der Autor hier in Worte fasst. Die Story selbst ist grandios: ein europaweiter Stromausfall und die erschreckend realistisch und gut recherchierten Folgen für unsere ach so moderne, aufgeklärte und humanistisch geprägte Gesellschaft. Die vielen Facetten einer solchen Katastrophe werden detailliert und gut nachvollziehbar in einer weitgehend logisch aufgebauten Geschichte (naja – wenn das Buch kleinere Schwächen hat, dann liegen sie hier) vorgestellt.Genau so könnte sich eine solche Katastrophe in der heutigen Zeit abspielen. Es ist mir tatsächlich niemals zuvor in den Sinn gekommen, wie sehr wir in allen Lebenslagen vom Strom abhängig sind und wie sehr es sich hierbei um eine Achillesferse unserer Gesellschaft handelt. Eigentlich habe ich dieses Buch erst viel später lesen wollen, aber nachdem ich in die ersten Seiten geschnuppert habe musste ich es einfach innerhalb weniger Tage weggelesen und finde es absolut empfehlenswert. Es ist nicht einfach nur ein Katastrophenbuch sondern viel mehr als das. Schön für alle, die das Lesen dieses Buches noch vor sich haben…

  13. Geschenk sagt:

    Ich hab mich quasi durch dieses Buch gequält. Es ist eine Aneinanderreihung von dutzenden Geschehensorten und Charakteren in einer modernen Endzeit. Erinnerte mich vom Aufbau stark an die Storyline des Films Independence Day. Die Story bietet leider keine Überraschungen, keine Wendungen oder irgendein anderes Aha-Erlebnis. Alles total vorhersehbar. Und obendrein sind die Charaktere völlig blass und wenig authentisch. Kann höchstens für die gute Grundidee noch zwei Sternchen geben.

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